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American Gods

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American Gods – Die komplette 1. Staffel

USA/Kanada 2017

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 459 Min.

Studio: Fremantle Media North America

Vertrieb: Studiocanal

Filmzine-Review vom 08.08.2017

Shadow Moon (Ricky Whittle) wird nach abgesessener Gefängnisstrafe in die Freiheit entlassen, nur um sich mit dem Tod seiner Frau Laura (Emily Browning) und seines besten Freundes konfrontiert zu sehen. Ziellos ohne Job und ohne Ambitionen trifft er auf einen charismatischen alten Mann, der sich „Wednesday“ (Ian McShane) nennt. Dieser bietet ihm einen Job als Fahrer und Bodyguard auf einer gemeinsamen Reise quer durch Amerika an. Außerdem entpuppt sich Wednesday als Inkarnation des nordischen Gottes Odin, der nur eine von etlichen Gottheiten ist, denen Shadow begegnet…

Neil Gaimans Fantasy-Bestseller aus dem Jahr 2001, in dem sich nach Amerika immigrierte Altgötter der unterschiedlichsten Mythologien und Religionen einen Kampf gegen die neuen Götter der Technik und Medien liefern, galt lange Zeit als unverfilmbar. Doch glücklicherweise befinden wir uns momentan im goldenen TV-Zeitalter, denn nur in Serienform kann man der wild wuchernden Saga mit riesigen Sprüngen durch die US-Historie und einer Vielzahl von Protagonisten und Handlungssträngen gerecht werden. Als Showrunner erweisen sich Bryan Fuller nach Hannibal (und der unterschätzten TV-Perle Pushing Daisies) und Michael Green (Heroes) in Verbindung mit Regisseur David Slade als perfekte Wahl für die komplexe Mischung aus Fantasy, Gesellschaftskritik, Mystery-Thriller und Roadmovie. Wer die Vorlage nicht gelesen hat, dürfte in den ersten drei, vier Folgen auf verlorenem Posten stehen, aber das war bei Game of Thrones anfangs nicht anders. Je weiter sich das bildgewaltige, visuell überbordende Panorama entfaltet, desto größer wird die Sogwirkung von American Gods. Zimperlich geht es bei dem Krieg der Götter nicht zu: Von der ersten mordsbrutalen Wikinger-Episode über die Männer und Frauen-verschlingende Liebesgöttin Bilquis (Yetide Badaki) bis zum hammerschwingenden Czernobog (Peter Stormare) werden mehr als einmal gängige Sehgewohnheiten auf die Probe gestellt. Darstellerisch drückt Ian McShane als gerissener Trickbetrüger Mr Wednesday wie einst in Deadwood der Serie seinen Stempel auf, an seiner Seite hinterlassen u.a. Newcomer Ricky Whittle und besonders Emily Browning als eigentlich tote aber dann doch höchst lebendige Ehefrau einen starken Eindruck.

American Gods erscheint auf Blu-ray als Collector’s Edition mit umfangreichem Booklet, 6 schicken Postkarten und über zwei Stunden Bonusmaterial. Besonders gelungen: Eine fast einstündige Panel-Diskussion von der letztjährigen Comic Con in San Diego mit allen Neil Gaiman, den Showrunnern und Hauptdarstellern.

 

Episodenliste:

01. Der Knochengarten
02. Das Geheimnis der Löffel
03. Schnee im Kopf
04. Hinfort
05. Ein Ich, das nach Zitronen duftet
06. Ein Götterschwarm
07. Ein Gebet für Mad Sweeney
08. Komm zu Jesus

Marcs Filmwertung

Zurecht gehypt: Die aufwendige Adaption von Neil Gaimans Fantasy-Bestseller gehört zu den besten und innovativsten TV-Serien des Jahres.

Marc

Marc

Viel-Gucker und Viel-Reviewer. Mag’s gern spannend und auch gerne mal blutig. Zur Abwechslung darf es aber auch mal ein Klassiker sein, Hauptsache gutes Kino.

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Leserwertung

Eure Leserwertung:
[Gesamt:4    Durchschnitt: 4.8/5]

Trailer

Cast & Crew

Getestetes Format: American Gods - Blu-ray


Releasedatum:
27.07.2017

Audioformate:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel:
Deutsch
Englisch
u.a.

Bildformat:
1,78:1 (1080i)

Extras:

  • 24-seitiges Booklet inklusive Episodenguide & 6 Postkarten
  • Interviews mit Bruce Langley (Technical Boy), Ian McShane (Mr. Wednesday), Ricky Whittle (Shadow Moon) und Emily Browning (Laura Moon) (56 min)
  • 5 Featurettes (23 min)
  • Special: "San Diego Comic-Con® Panel" (53 min)
  • Trailer

Disc-Wertung:
Ausstattungs-Wertung 5.0 von 5
Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Studiocanal kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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