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Barry Seal – Only in America

© Universal Pictures Home Entertainment

Barry Seal – Only in America

American Made

USA 2017

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 115 Min.

Studio: Quadrant Pictures

Vertrieb: Universal Pictures Home Entertainment

Filmzine-Review vom 29.01.2018

Gelangweilt vom Alltag wird TWA-Pilot Barry Seal (Tom Cruise) Ende der 1970er Jahre vom dem dubiosen CIA-Agenten Schafer (Domhnall Gleeson) „abgeworben“, um Luftbilder von kommunistischen Guerilleros in Lateinamerika zu machen. Das Flieger-Ass findet schnell Gefallen am neuen Job und dank seiner Fähigkeiten als Pilot werden auch andere Parteien auf ihn aufmerksam. Kurze Zeit später fliegt Barry für Pablo Esteban und das Medellin-Kartell tonnenweise Kokain aus Kolumbien in die Staaten. Dabei verdient er so viel Geld, dass er gar nicht mehr weiß, wo er die ganze Kohle verstecken soll. Als Barry dann auch noch Waffen für die CIA nach Nicaragua schmuggeln soll, gerät er zwischen alle Fronten…

Es ist kaum zu glauben, doch diese aberwitzige Demontage der gierigen und politisch fragwürdigen Reagan-Jahre beruht auf einer wahren Geschichte, die sich wahrscheinlich kein Drehbuchschreiber besser hätte ausdenken können. Angesichts der Schwere des Themas inszeniert Doug Liman Barry Seal – Only In America (im Original American Made) recht leichtfüßig und in einem fast schon irrsinnigen Tempo. Tom Cruise, der zur Abwechslung mal einen Antihelden verkörpert, hinterlässt als geldgieriger Draufgänger, der in einen der größten politischen US-Skandale der 1980er Jahre verwickelt wird, anders wie zuletzt noch in der grausigen Neuauflage der Mumie einen durchaus respektablen Eindruck. Ein wenig Hintergrundwissen, insbesondere über die Iran-Contra-Affäre, bei der die USA das Geld für die Hilfslieferungen an die nicaraguanischen Konterrevolutionäre (Contras) durch Waffenverkäufe an den Iran aufbrachten, ist notwendig, um dem wilden Treiben folgen zu können. Dass die Contras in den 80ern mit Wissen der CIA im großen Stil Drogen in die USA geschmuggelt hatten, um ihren Guerillakrieg gegen die (von Präsident Reagan verhassten) Sandinisten zu finanzieren, wurde kürzlich deutlich ernsthafter in dem Politthriller Kill The Messenger thematisiert.

Auf der Blu-ray kam man sich ein Bild davon machen, dass der echte Barry Seal und Hollywoodstar Tom Cruise mit seinem Megawatt-Lächeln äußerlich nicht weiter von einander entfernt sein könnten. Dass Cruise sich bei den waghalsigen Stunts nicht zwangsläufig doubeln ließ, spricht für den ewigen Top Gun-Piloten.

 

 

Marcs Filmwertung

Aberwitzige, auf Tatsachen basierende Mischung aus Polithriller, Drogen-Farce und Actionkomödie mit einem gut aufgelegten Tom Cruise.

Marc

Marc

Viel-Gucker und Viel-Reviewer. Mag's gern spannend und auch gerne mal blutig. Zur Abwechslung darf es aber auch mal ein Klassiker sein, Hauptsache gutes Kino.

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Leserwertung

Eure Leserwertung:
[Gesamt:5    Durchschnitt: 4.2/5]

Trailer

Cast & Crew

Getestetes Format: Barry Seal – Only in America - Blu-ray


Releasedatum:
11.01.2017

Audioformate:
Deutsch DTS X 7.1
Englisch DTS X 7.1
Englisch DTS Headphone X 7.1
Französisch DTS 5.1
Italienisch DTS 5.1
Spanisch DTS 5.1

Bildformat:
1,85:1 (1080p)

Extras:

  • 6 unveröffentlichte Szenen mit Audiokommentar von Regisseur Doug Liman (10 min)
  • Amerikanische Geschichtenerzähler (7 min)
  • Cruise & Liman: Ein Gespräch (5 min)
  • Hinter den Kulissen (6 min)
  • Der Dreh von Barry Seal - Only in America (5 min)
  • Hoch oben (5 min)
  • Der echte Barry Seal (6 min)
  • Digital Copy

Disc-Wertung:
Ausstattungs-Wertung 4.0 von 5
Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Universal Pictures Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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