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Die Glücksritter

© Paramount Home Entertainment

Die Glücksritter

Trading Places

USA 1983

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 117 Min.

Vertrieb: Universal Pictures Home Entertainment

Filmzine-Review vom 21.01.2021

 

Die beiden alten, schwerreichen Bankerbrüder Randolph (Ralph Bellamy) und Mortimer Duke (Don Ameche) machen sich auf Kosten ihres leitenden Managers Louis Winthorpe (Dan Akroyd) einen folgenschweren Spaß. Sie wetten (bei einem Einsatz von einem Dollar), dass ein hergelaufener Straßenganove wie der mittellose Billy Ray Valentine (Eddie Murphy) den Job genauso gut ausführen könne wie Winthorpe. Während der feine Winthorpe erst im Gefängnis und dann auf der Straße landet, nutzt Billy Ray seine Chance zum Aufstieg. Das soziale Experiment der herzlosen Duke-Brüder scheint aufzugehen, doch nach einer Weile durchschauen die beiden Versuchskaninchen das Spiel und planen mit Hilfe der Prostituierten Ophelia (Jamie Lee Curtis) den Gegenschlag…

Mit kultigen Hits wie den Blues Brothers, American Werewolf und eben Die Glücksritter etablierte sich John Landis Anfang der 1980er als einer der führenden Komödien-Spezialisten dieser Dekade. Später folgten noch weitere Erfolge wie Der Prinz aus Zamunda, doch Trading Places, so der bessere Originaltitel, bleibt eines der besten Landis-Werke, auch weil die Arm-Reich-Geschichte immer noch funktioniert und die meisten Gags – abgesehen von einigen überdrehten Slapstick-Routinen und der Blackface-Nummer mit Dan Akroyd als Jamaikaner – heute auch noch zünden. Als versnobbter Broker, der in der Gosse landet, ist Akroyd überzeugend, doch der damalige Jungspund Eddie Murphy (in seiner zweiten Hollywood-Hauptrolle nach Nur 48 Stunden) klaut mit gewohnter Kodderrschnauze schon in der ersten Szene als vermeintlich blinder, beinamputierter Vietnam-Veteran sämtlichen Beteiligten die Show. Jamie Lee Curtis schlägt sich wacker und tritt hier erstmalig nicht als Horror-Scream Queen vom Dienst auf, sondern beweist als Hure mit dem Herz aus Gold ihr komödiantisches Talent, das sie später in Ein Fisch namens Wanda veredeln sollte.

Nur zwei Jahre nach der Blu-ray-Premiere veröffentlicht Paramount Home Entertainment Die Glücksritter mit stark verbesserter Bildqualität ein zweites Mal. Die neue 4K-Restaurierung wurde sogar von Regisseur Landis persönlich überwacht. Ein weiterer Pluspunkt für den Release ist die durchaus ansprechende Auswahl von Bonusmaterialien, die bei der Erstauflage noch gefehlt hat.

 

Blu-ray Extras:

    • Filmmaker Focus: John Landis über „Trading Places“ (9 min)
    • Die entfernte Szene (3 min)
    • Die entfernte Szene mit optionalem Kommentar von Executive Producer George Folsey, Jr. (2 min)
    • Insider Trading: Die Dreharbeiten zu „Trading Places“ (18 min)
    • Der Rolle entsprechend gekleidet (7 min)
    • Der Handel in „Trading Places“ (5 min)
    • Geschichten über den Handel (8 min)
    • Branchenwerbung (4 min)
    • US-Kinotrailer

 

Marcs Filmwertung

Überwiegend gut gealterter Komödien-Klassiker der 80er Jahre mit Eddie Murphy in einer seiner besten Rollen. Dank 4K-Restaurierung nun auch mit stark verbessertem Bild.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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