Manowar – Hell on Earth IV (2 DVDs + Audio-CD)

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Manowar – Hell on Earth IV (2 DVDs + Audio-CD)

D 2005

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 255 Min.

Vertrieb: SPV

Filmzine-Review vom 04.08.2005

„Rock, drink and fuck“ ist seit eh und je das Motto von Manowar, die seit ihrer Gründung vor 20 Jahren weder Haarpracht noch Musikstil verändert haben – eine Weiterentwicklung ist vermutlich auch in den nächsten 10 Jahren nicht zu erwarten. Um den Fans die Wartezeit bis zum Erscheinen des neuen Studioalbums zu verkürzen, veröffentlichen die o-beinigen Kriegsherren ein DVD-Paket, das sich sehen lassen kann.

Das aufwändig gestaltete Digipack von Hell on Earth IV beinhaltet zwei DVDs, eine Audio-CD sowie ein Booklet und bietet damit die nahezu komplette Rundumversorgung. Rund 90 Minuten lang werden auf DVD 1 unzählige Impressionen der Welt-Tour 2002 präsentiert: Konzerte, bei denen man sich angesichts der Dichte der mit Aufnähern übersäten Jeanswesten und genitalbetonten Lederhosen in die 80er zurückversetzt wähnt, und bei denen das infantile Aufblasen von über den Kopf gestülpten Kondomen als Geniestreich deklariert wird. Drei unterhaltsame, informative und anekdotenreiche Audiokommentare (mit der Band, mit Joey DeMaio allein und mit dem Regisseur) begleiten den Zuschauer durch das wilde Treiben. Interviewfetzen, Fangesänge, Festivalszenen und kleine Stories am Rande wechseln sich immer wieder mit Live-Versionen vollständiger Songs wie „Kings Of Metal“, „Brothers Of Metal“, oder „Warriors Of The World United“ ab. Dabei hat Regisseur Neil Johnson ganze Arbeit geleistet, die Auftritte werden durch über 70 Kamerawinkel und diverse Split Screens eindrucksvoll in Szene gesetzt. Das Bonus-Feature führt dieses Sammelsurium-Konzept fort und zeigt eine weitere halbe Stunde verschiedenster Bits and Pieces (Bass- und Gitarrensolo, Videos, etc.). Die zweite DVD hält ein 50-minütiges Behind the Scenes bereit, bei dem die Bandmitglieder von Fans, Kollegen und Freunden vorgestellt werden und man einen Eindruck vom technischen Equipment und der Arbeit der gesamten Crew bekommt. Eine weitere Rubrik sind die TV-Auftritte im deutschen Fernsehen: allein Oliver Pocher und Stefan Raab haben sich an die lauteste Band der Welt herangewagt, und Michael Mittermeier bringt mit seiner Anmoderation bei der Comet-Verleihung „Ihre Mucke ist wie Brusthaardünger“ die Sache auf den Punkt. Wer das Easter Egg gefunden hat, wird mit einer weiteren halben Stunde Bonusmaterialien, darunter ein Making of zur DVD, belohnt.

Die Bildqualität schwankt natürlich von Beitrag zu Beitrag, ist bei den Konzerten jüngeren Datums aber in Ordnung. Der Sound ist bei den Live-Auftritten voll da, wenn auch die Basslastigkeit häufig auf Kosten des Stimmentransfers geht. Die Audio-CD enthält lediglich einen einzigen, dafür aber unveröffentlichten Song mit dem kreativen Titel „King of Kings“, der ohne weiteres noch auf eine der DVDs gepasst hätte.

Die Rezensentin distanziert sich ausdrücklich von der frauenfeindlichen Einstellung und debilen Selbstbeweihräucherung der Proll-Truppe. 🙂

 

Ninas Filmwertung

Vollgestopftes DVD-Paket der selbst ernannten Kings of Metal mit viel recyceltem Material.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Cast & Crew

Interpret:
Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb SPV kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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