Rosemaries Baby

© Paramount Home Entertainment

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Rosemaries Baby

Rosemary’s Baby

USA 1968

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 137 Min.

Studio: Paramount Pictures

Vertrieb: Paramount Home Entertainment

Filmzine-Review vom 14.02.2013

Das frischvermählte Paar Guy (John Cassavetes) und Rosemary Woodhouse (Mia Farrow) zieht hoffnungsfroh in das alte New Yorker „Bramford-Haus“. Als Guy eine wichtige Rolle am Broadway ergattert und Rosemary auch noch schwanger wird, scheint dem Glück der beiden nichts mehr entgegen zu stehen. Die Schwangerschaft verläuft allerdings alles andere als harmonisch: Ein älteres Nachbar-Ehepaar, Minnie und Roman Castevet, verhält sich zunehmend besitzergreifend, ihr Mann kapselt sich von ihr ab und ihr Arzt, der merkwürdige Dr. Saphirstein, kann ihre Schmwerzen nicht lindern. Dazu passieren Tag für Tag höchst seltsame Dinge. Rosemary hat eine furchtbare Ahnung…

Rosemary’s Baby, die erste US-Produktion des polnischen Regisseurs Roman Polanski, gehört neben Chinatown nach wie vor zu den besten Werken des Filmemachers und gilt heute zusammen mit Der Exorzist als einer der ersten Klassiker des modernen Horrorfilms. Im Schatten von Polanski, Vorlagen-Autor Ira Levin und Hauptdarstellerin Mia Farrow ist die wichtige Rolle von Produzent William Castle bei der Entstehung diese Meisterwerks leider ein wenig in Vergessenheit geraten. Castle, Ende der 50er ein umtriebiger Regisseur diverser Horror-Billigstreifen, erwarb die Filmrechte und wollte den Stoff eigentlich liebend gern selbst verfilmen. Doch mit diesem Vorhaben stieß er beim damaligen Paramount Pictures-Vizepräsident Robert Evans (später der berühmteste Filmproduzent der 70er, u.a. Der Pate) auf taube Ohren. Evans setzte Polanski als Regissur durch und ließ den Film schließlich von Castle produzieren. Eine vortreffliche Entscheidung, denn Polanski gelang mit Rosemary’s Baby ein brillantes Lehrstück in Sachen Spannungsbogen und Paranoia-Atmosphäre. Die zentrale surreale Traumsequenz, in der Rosemary, umringt von ihrem Mann und den Hexenanbetern, vom Teufel vergewaltigt wird, hat bis heute nichts von ihrer schaurigen und schwindelerregenden Wirkung verloren. Heimlicher Hauptdarsteller des okkulten Thrillers ist natürlich auch das ominöse Dakota-Apartmenthaus am New Yorker Central Park West, das von etlichen Filmstars (Lauren Bacall, Boris Karloff) bewohnt wurde und vor dem 1980 John Lennon erschossen wurde.

Die Blu-Ray-Premiere ist technisch eine klare Verbesserung zur DVD, auch wenn das Bild zu Beginn des Films noch einen leicht holprigen Eindruck hinterlässt. Nach einigen Minuten stabilisiert sich der blitzsaubere Transfer aber merklich. Ein großes Fragezeichen hinterlässt einmal mehr das fehlende Bonus-Material. Während das amerikanische Edel-Label Criterion letztes Jahr den Film mit diversen Extras (Interviews, Dokus) veröffentlichte, erscheint Rosemary’s Baby hierzulande ohne Features.

 

Marcs Filmwertung

Psycho-Paranoia-Trip der Extraklasse und nach wie vor in den Top 5 der besten Horrorfilme aller Zeiten.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Paramount Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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