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Flucht in die Zukunft

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Flucht in die Zukunft (Mediabook – Blu-ray & DVD)

Time after Time

USA 1979

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 112 Min.

Vertrieb: Warner Home Video (PLAION PICTURES)

VÖ-Datum: 29.01.2026

Filmzine-Review vom 11.01.2025

London 1893. Während in der Stadt Jack the Ripper sein Unwesen treibt, präsentiert der Tüftler und Schriftsteller H.G. Wells (Malcolm McDowell) im Kreise seiner Freunde seine neueste bahnbrechende Erfindung: die Zeitmaschine. Mitten in der Vorführung steht dann aber Scotland Yard vor der Tür und hat einen seiner Freunde, den Arzt Dr. John Stevenson (David Warner), als Serienmörder im Verdacht. Stevenson nutzt das Durcheinander und flüchtet mit der Zeitmaschine ins San Francisco des Jahres 1979. Wells bleibt nichts anderes übrig, als dem Killer in seiner Erfindung hinterher zu reisen. In der kalifornischen Metropole macht er sich mithilfe der Bankangestellten Amy Robbins (Mary Steenburgen) auf die Spur des Rippers, der schon längst neue Opfer gefunden hat…

Einige Jahre bevor das Thema Zeitreise 1985 mit dem Welthit Zurück in die Zukunft so richtig durch die Decke ging, lieferte Regisseur Nicholas Meyer mit Flucht in die Zukunft einen cleveren Vertreter dieser beliebten SciFi-Spielart. Der spätere zweifache Star Trek-Regisseur (Teil 2 und 4) entwickelt in seinem Debütfilm eine ebenso amüsante wie spannende Geschichte um Englands berühmten viktorianischen Schriftsteller Herbert George Wells (der mit seinem 1895 veröffentlichten Roman „Die Zeitmaschine“ ein Schlüsselwerk zum Thema Zeitreise verfasste) und Jack the Ripper, dem Urvater aller Serienmörder. Wells wird hier von Malcolm McDowell als leicht verpeilter, aber sympathischer britischer Gentleman der alten Schule dargestellt – eine Rolle, die eigentlich gar nicht in die Vita des oft auf schräge Rollen festgelegten Schauspielers (Uhrwerk Orange, Caligula) passt. Mit seiner Filmpartnerin Mary Steenburgen verstand er sich offensichtlich so gut, dass nach den Dreharbeiten geheiratet wurde. Einige kleinere Effekte wirken ein wenig antiquiert, was aber wiederum bestens zum altmodischen Charme dieser kurzweiligen und intelligenten Mischung aus Thriller, Komödie und Science-Fiction passt.

Der selten gezeigte und mittlerweile ein wenig in Vergessenheit geratene Film erscheint in Deutschland nun auf Blu-ray und schließt somit eine weitere kleine Sammlerlücke. Die Bildqualität ist sowohl in den Szenen, die im viktorianischen London spielen, als auch im San Francisco der späten 70er Jahre durchweg überzeugend. Die Extras sind spärlich, bieten aber immerhin eine im Jahr 2002 aufgenommene Audiokommentarspur mit dem Regisseur und seinem Hauptdarsteller sowie eine kleine aber feine Analyse aus der kultigen „Trailers from Hell“-Reihe.

 

Blu-ray & DVD  Extras:

    • Audiokommentar mit Regisseur Nichoas Meyer und Hauptdarsteller Malcolm McDowell
    • Trailers from Hell: Alan Spencer (4 min)
    • Deutscher Trailer zum Film
    • Englischer Trailer zum Film
    • Bildergalerie
    • Booklet

 

Marcs Filmwertung

H.G. Wells vs Jack the Ripper: Überaus kurzweiliger, charmanter und intelligenter Zeitreise-Thriller in schicker Blu-ray-Premiere als Mediabook.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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