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Anaconda

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Anaconda

USA 2025

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 100 Min.

Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment (PLAION PICTURES)

VÖ-Datum: 19.03.2026

Filmzine-Review vom 30.03.2026

Die Schulfreunde Doug (Jack Black), Ronald (Paul Rudd), Claire (Thandie Newton) und Kenny (Steve Zahn) wollen endlich ihren Kindheitstraum verwirklichen und ein Remake des Kultfilms Anaconda drehen. Regie, Drehbuch, Darsteller – können sie alles selbst. Sie heuern im Amazonas einen Schlangen-Wrangler an, mieten ein Boot und ab geht es auf den Fluss. Nachdem die Filmschlange das Zeitliche segnet und noch ein paar andere Missgeschicke passieren, haben die vier nur noch ein Ziel: bloß wieder lebendig aus dem Dschungel kommen. Dummerweise ist ihnen eine gigantische Riesen-Anaconda dicht auf den Fersen…

Der 1997er Tierhorror-Streifen Anaconda hat schon eine besondere Geschichte. Wegen lächerlicher Spezialeffekte und stümperhafter Dramaturgie einst gnadenlos verspottet, entwickelt sich das unfreiwillig komische Trash-Abenteuer im Laufe der Zeit zum Kultklassiker. In Zeiten nicht enden wollender Remakes, Reboots, Sequels, Prequels und Spinoffs versteht sich der 2025er Aufguss von Anaconda als bewusst selbstironischer Vertreter dieser Spielart. Das fängt schon damit an, dass Doug und Ronald darüber diskutieren, welche tiefschürfende und lebenskluge Message sie denn in ihren vermeintlichen Blockbuster noch geschickt einweben könnten. Die Besetzung lässt es schon vermuten: Anaconda ist mehr Komödie als Horror. Die überlebensgroße CGI-Schlange ist einfach zu obszön unrealistisch, als dass man sich ernsthaft vor ihr gruseln könnte, zumal sie nur wenig Screentime bekommt und meist irgendwo unsichtbar im Gebüsch zuschlägt. Allerdings muss man sagen, dass der Film als Komödie auch nicht so richtig funktionieren will. Die Szenen sind zumeist so gewollt konstruiert, dass jeder Gag vorhersehbar ist und damit wirkungslos verpufft. Vor allem in der zweiten Hälfte ist es ein chaotisches Hin- und Hergerenne aller Beteiligten, bei dem nicht mehr klar ist, ob das nun Satire sein soll oder nicht. Versöhnlich sind allerdings die beiden Cameos von Ice Cube und Jennifer Lopez.

 

Blu-ray Extras:

    • Lussssstige Outtakes & Pannen (3 min)
    • 4 entfernte & erweiterte Szenen (5 min)
    • Eine Fahrt ins Chaos mit Jack & Paul (5 min)
    • Freunde in der Wildnis: Die Besetzung (6 min)
    • Die Schlangen-Beschwörer: Tom Gormican (5 min)
    • Die Legende neu erfinden: Anaconda (5 min)
    • Wendecover

 

Ninas Filmwertung

Selbstironisches Remake, das weder als Horror noch als Komödie wirklich überzeugt und trotz einzelner netter Momente insgesamt nur mittelmäßig unterhält.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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