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Nouvelle Vague

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Nouvelle Vague

USA / Frankreich 2025

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 106 Min.

Vertrieb: Plaion Pictures

VÖ-Datum: bereits erhältlich

Filmzine-Review vom 16.07.2026

Paris, Ende der 1950er Jahre: Neiderfüllt blickt der junge Filmkritiker Jean-Luc Godard (Guillaume Marbeck) auf seine engsten Freunde. Während nämlich François Truffaut und Claude Chabrol schon längst ihren ersten Film gedreht haben, sitzt Godard noch in der Warteschleife fest. Doch dann schlägt endlich seine Stunde: Außer Atem soll das Kino neu erfinden und für die Hauptrolle kann er sogar den amerikanischen Filmstar Jean Seberg (Zoey Deutch) verpflichten…

Mehr Hommage geht fast nicht: In Nouvelle Vague zollt Richard Linklater dem berühmten Kultfilm von Jean-Luc Godard Tribut – stilecht in Schwarz-Weiß, mit einem Abspann in französischer Sprache und inklusive jener Markierungen in den Bildecken, die einst den Filmvorführern signalisierten, wann sie die Filmrollen wechseln mussten. Der Film erzählt nicht nur von den Dreharbeiten von Godards Klassiker, sondern legt auch einen genauen Blick auf die allgemeine Aufbruchsstimmung des französischen Kinos jener Zeit, das sich mit kantigen und wilden Außenseiterfilmen wie À Bout de Souffle neu erfinden wollte. Diesen Spirit fängt Linklater gekonnt ein und vergisst dabei auch nicht die wichtige Rolle, die Godards „Cahiers du Cinéma“-Mitstreiter einnahmen, in erster Linie natürlich François Truffaut, der damals das Grundgerüst der Story verfasste, die wiederum auf einem Zeitungsartikel beruhte. Zu Ehren kommen auch große Namen wie Claude Chabrol, Roberto Rossellini, Robert Bresson und Jean Pierre Melville, der hier gespielt von Tom Novembre von Jean Seberg interviewt wird – für frankophile Cineasten ein Traum. Der brillante Kameramann Raoul Coutard, der seinerzeit mit Handkamera das Paris jener Zeit festhielt und Autofahrten aus einem verdeckten Lieferwagen filmte, wird von Matthieu Penchinat verkörpert und Bruno Dreyfürst ist der leidgeprüfte Produzent George „Beau Beau“ Beauregard, den Godard immer wieder zur Verzweifelung brachte. In den Hauptrollen überzeugen Guillaume Marbeck als intellektueller Regisseur, der jede erdenkliche Regel des Filmemachens bricht, Newcomer Aubry Dullin als lässiger Jean Paul Belmondo und Zoey Deutch als Jean Seberg.

 

Blu-ray Extras:

    • Alternative Synchronfassung
    • Frz. & dt. Trailer zu Außer Atem
    • Deutsche Kinotrailer
    • Originaltrailer mit Untertiteln
    • 2 Teaser
    • Trailer zu 3 weiteren Filmen
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Liebevolle und kenntnisreiche Hommage an einen der größten französischen Kultfilme – für frankophile Cineasten ein Traum.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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