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Das Verschwinden des Josef Mengele

© LEONINE

Das Verschwinden des Josef Mengele

Deutschland / Frankreich / Grossbritannien / Mexiko / USA 2025

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 135 Min.

Vertrieb: DCM (Leonine)

VÖ-Datum: bereits erhältlich

Filmzine-Review vom 09.04.2026

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs taucht SS-Hauptsturmführer Josef Mengele (August Diehl) mit neuem Namen in Südamerika unter und wird dort mit der Unterstützung alter Nazi-Komplizen von den örtlichen Behörden jahrelang geduldet. Nachdem Adolf Eichmann 1960 vom israelischen Geheimdienst Mossad in Argentinien gefasst wird, muss der flüchtige NS-Verbrecher erneut untertauchen, zunächst in Paraguay, später in Brasilien. Durch viel Zufälle, zahlreiche Helfer und das Geld seiner reichen Familie bleibt Mengele bis zu seinem Tod 1979 unerkannt…

Der deutsche Schauspieler August Diehl wird von Hollywood gerne eingesetzt, wenn es um Nazi-Themen geht. So spielte er u. a. in Tarantinos Inglourious Basterds einen sprachgewandten Offizier und in Terence Malicks Ein verborgenes Leben einen Kriegsdienstverweigerer, der nicht für die Nazis kämpfen will und zum Tode verurteilt wird. In Das Verschwinden des Josef Mengele verkörpert Diehl nun eindrucksvoll einen der berüchtigtsten Kriegsverbrecher der Geschichte, den „Todesengel von Auschwitz“, der als Lagerarzt im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau Tausende in den Tod schickte und grausame pseudowissenschaftliche Experimente durchführte. Basierend auf dem gleichnamigen Buch des Franzosen Olivier Guez zeichnet Regisseur Kirill Serebrennikov ein düsteres und eindringliches Portrait des flüchtigen Verbechers, der wohl wie kaum ein anderer die Unmenschlichkeit des NS-Regimes personifiziert. Zahlreiche Zeitsprünge und Rückblenden lassen das überwiegend in schwarz-weiß gefilmte Werk etwas sperrig erscheinen, doch spätestens mit der Einführung in die Welt der Nazi-Diaspora in Südamerika und ihren gruseligen Exil-Nazis, die ihr Leben in ruhigen Vorortsiedlungen mit Hakenkreuz-geschmückten Gärten fortsetzen, gewinnt der Film an Schärfe. Die wenigen Momente in Farbe sind indes nur schwer zu ertragen, denn diese Szenen verknüpfen einige romantische persönliche Einnerungen des Nazi-Verbrechers mit seinen unfassbar furchtbaren Experimenten im Vernichtungslager.

 

Blu-ray Extras:

    • Dt. Trailer zum Film
    • Trailer zu 4 weiteren Titeln
    • Wendecover

Marcs Filmwertung

Ein Menschenmonster im Exil: düsteres Portrait eines Nazi-Verbechers auf der Flucht, der wohl wie kaum ein anderer die Unmenschlichkeit des NS-Regimes personifiziert.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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