Life of Agony – River Runs Again Live 2003

© SPV

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Life of Agony – River Runs Again Live 2003

USA 2003

FSK: ohne Altersbegrenzung

Länge: ca. 102 Min.

Vertrieb: SPV

Filmzine-Review vom 07.01.2004

Es ist fast zu schön, um wahr zu sein: 6 Jahre nach ihrer Trennung 1997 melden sich Life of Agony zurück. Während man bei ihren gleichgesinnten Zeitgenossen wie Faith No More oder Helmet wahrscheinlich vergebens auf ein Comeback hofft, hat sich die Band um Sänger Keith Caputo, der sich zwischenzeitlich mit recht annehmbarem Erfolg auf Solopfaden versuchte, nach diversen Differenzen doch tatsächlich wieder zusammengerauft. Am 3. und 4. Januar 2003 stehen die vier Originalmitglieder in New York endlich wieder vereint auf der Bühne und zeigen einer restlos begeisterten Zuschauermenge, wo der Frosch die Locken hat! Die Karten für dieses ursprünglich nur als einmalige Angelegenheit geplante Event sind innerhalb von 20 Minuten ausverkauft, womit deutlich werden dürfte, dass die Fans LOA auch weiterhin die Treue halten.

Wer die Europa-Tour im Herbst 2003 verpasst hat, sollte die Wartezeit bis zu den diesjährigen Festivals mit der DVD River Runs Again überbrücken. Die 18 Songs bilden einen guten Querschnitt der drei bisher veröffentlichten Alben und lassen keinen Kracher aus. Schonungslos startet die Show mit „River Runs Red“ und „This Time“ und hangelt sich von einem Hit zum nächsten: „Weeds“, „Method of Groove“, „Through and Through“ – keines der Meisterwerke fehlt, zum Durchatmen werden zwischendurch die etwas ruhigeren Stücke wie „Heroin Dreams“ oder „My Mind is Dangerous“ eingeflochten. Schade nur, dass der Klassiker „Let’s Pretend“ in einer lahmen Akustikversion ein bisschen verhunzt wird. LOA haben jedoch offensichtlich wieder großen Spaß am gemeinsamen Musizieren, und dieser Funke springt nicht nur auf das Publikum, sondern auch auf den Zuschauer vor dem Bildschirm über.

Bedauerlicherweise wurde der Scheibe kein Dolby Digital gegönnt, sondern man muss mit Stereo-Sound vorlieb nehmen. Die Bildregie kann die Clubatmosphäre des New Yorker Irving Plaza gut vermitteln, auch wenn es zuweilen etwas dunkel wird. Die DVD beinhaltet neben dem Live-Gig ein paar Backstage-Interviews, eine umfangreiche Fotogalerie sowie natürlich Diskographie und Geschichte der Band zum Nachlesen. Der Special Edition liegt zudem noch eine Doppel-CD dieses Konzerts bei.

 

Ninas Filmwertung

Gelungene Reunion-Show der New Yorker – wir warten auf das nächste Album!

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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