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Und immer lockt das Weib

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Und immer lockt das Weib (Classic Selection)

Et Dieu… créa la femme

Frankreich 1956

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 92 Min.

Vertrieb: Concorde Home Entertainment

Filmzine-Review vom 14.09.2019

In Saint-Tropez verdreht das achtzechnjährige Waisenmädchen Juliette (Brigitte Bardot) allen Männern den Kopf. Das ändert sich auch nicht nach ihrer Heirat mit Michel (Jean-Louis Trintignant), denn eigentlich mag sie dessen älteren Bruder Antoine (Christian Marquand) noch viel lieber. Und dann wäre da ja noch Playboy Eric Carradine (Curd Jürgens), der zwar nicht mehr der Jüngste ist, dafür aber in Luxus und Geld schwimmt…

Mit Roger Vadims „Skandalerfolg“ Und immer lockt das Weib gelang der Schauspielerin 1956 der internationale Durchbruch. Für heutige Verhältnisse ist der Streifen (genau wie andere heiß diskutierte Filme aus der Epoche wie zum Beispiel Die Sünderin) ausgeprochen zahm, dennoch lässt sich feststellen dass Brigitte Bardot mit ihrer sinnlichen Interpretation ihrer Rolle den eigenen Mythos begründet hat. In den Folgejahren war sie nicht nur eine der meistfotografierten Frauen der Welt, sondern wurde zur erotischen Ikone vom Schlage einer Marilyn Monroe. Inhaltlich reißt das Werk mit angestaubten Sprüchen und einer eher trivialen Liebsgeschichte keinen mehr vom Hocker, wenngleich Bardot-Ehemann Roger Vadim (Barbarella) hier sehr stimmige südfranzösische Urlaubsatmosphäre verbreitet. Legendär bleibt BBs Mambo-Tanz am Ende, denn selten hatte man eine Frau auf der Leinwand zuvor dermaßen wild und enthemmt tanzen sehen.

Bild und Ton der Neuauflage des Klassikers wurden digital restauriert und können weitestgehend die technischen Schwächen des Vorgängers (2012) ausbügeln. Der Blick ins Booklet mit einem Essay des Filmjournalisten Roland Mörchen lohnt sich für alle Bardot-Fans.

 

Blu-ray Extras:

    • 12-seitiges Booklet
    • Dt. Trailer & Originaltrailer  zum Film
    • Trailer zu 4 weiteren Titeln
    • Wendecover & Pappschuber

 

Marcs Filmwertung

Mit ihrem sinnlich-erotischen Auftritt hat Brigitte Bardot den eigenen Mythos begründet, wenngleich sich der Klassiker für heutige Verhältnisse  ausgesprochen zahm präsentiert.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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