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Was ist Liebe wert

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Was ist Liebe wert

Materialists

USA 2025

FSK: ab 0 Jahren

Länge: ca. 116 Min.

Vertrieb: Sony Pictures Entertainment (PLAION PICTURES)

VÖ-Datum: 27.11.2025

Filmzine-Review vom 24.11.2025

Lucy (Dakota Johnson) ist erfolgreiche Partnervermittlerin in New York. Das Phänomen Liebe betrachtet sie eher nüchtern-analytisch. Bis sie bei einer Hochzeit am Single-Tisch neben Harry (Pedro Pascal) landet, dem Bruder des Bräutigams, der nüchtern-analytisch betrachtet eigentlich perfekt zu ihr passt. Aber ist Liebe wirklich so einfach…?

Lucys Voraussetzungen für eine funktionierende Beziehung sind fest definiert und in ihren Augen unumstößlich: Es braucht kompatible politische Ansichten, ein gleichwertiges Attraktivitätsniveau, je größer der Mann, desto besser und ein Loft für 7 Millionen schadet auch nicht. Ein Mann muss einer Frau was bieten und sie in möglichst teure Restaurants einladen können. Sie weiß, dass das ziemlich materialistisch und sie deswegen eigentlich ein schlechter Mensch ist. Am eigenen Leib erfährt sie dann, dass ihre Kriterien noch lange kein Garant für den sprichwörtlichen überspringenden Funken sind. Ihr Ex John (Chris Evans) himmelt sie nach wie vor an (warum, bleibt sein Geheimnis), nur ist der erfolglose Schauspieler leider bettelarm. Ein Schelm, wer ahnt, wie es weitergeht. Nachdem Regisseurin Celine Song mit Past Lives ein fulminantes Regiedebüt hingelegt hat, sind die Erwartungen an Was ist Liebe wert natürlich hoch. Mit dem Vorgänger kann sich die Romanze dann leider nicht messen. Die Plot-Stationen sind vorhersehbar, die Dialoge oft klischeehaft, das Ende von vornherein klar. Die Moral von der Geschichte – Liebe ist keine Mathematik und der Kontostand interessiert das Herz nicht – ist ein bisschen dürftig. Die Zielgruppe ist offenbar eine vollkommen andere: Wem also Past Lives zu melancholisch-independentmäßig war, der ist mit dieser klassischen Romanze vielleicht besser bedient – und wer klassische Romanzen mag, sowieso.

 

Blu-ray Extras:

    • Audiokommentar mit Regisseurin Celine Song
    • The Math of Modern Love: Making „Materialists“ (11 min)
    • Composer Deepdive with Japanese Breakfast (11 min)

 

Ninas Filmwertung

Recht konventionelle Liebesgeschichte über eine Dating-Expertin, die selbst Nachhilfe in Sachen Liebe braucht.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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