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28 Years Later: The Bone Temple

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28 Years Later: The Bone Temple (4K UHD & Blu-ray)

Großbritannien / USA 2026

FSK: ab 18 Jahren

Länge: ca. 109 Min.

Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment (Plain Pictures)

VÖ-Datum: 30.04.2026

Filmzine-Review vom 27.04.2026

Nachdem er in 28 Years Later seine Gemeinde und die vor den Zombies sicher geschützte Insel Holy Island verlassen hat, schließt sich der junge Spike (Alfie Williams) auf dem gefährlichen Festland widerwillig den „Jimmys“ an, einer jugendlichen Gruppe von psychopathischen Killern. Angeführt wird die Mördertruppe von dem charismatischen Lord Jimmy Crystal (Jack O’Connell), der sich selbst als Sohn des Teufels sieht. Währenddessen macht Doktor Kelson (Ralph Fiennes) eine erstaunliche Entdeckung: Er tauft einen Alpha-Infizierten auf den Namen Samson (Chi Lewis-Parry) und kann ihn mithilfe von Morphium vorübergehend zähmen…

Nur wenige Monate nach dem erfreulichen 28 Years Later-Comeback folgt mit The Bone Temple ungewöhnlich fix eine Fortsetzung, die nahtlos an die Ereignisse des Vorgängers anknüpft. Regie führt diesmal die talentierte Filmemacherin Nia DaCosta (Candyman), die in die Fußstapfen von Danny Boyle tritt. Diese schwierige Aufgabe meistert DaCosta mit Bravour, denn Bone Temple ist wahrscheinlich der stärkste Beitrag der postapokalyptischen Zombie-Horror-Saga seit dem Original aus dem Jahr 2003. Erstaunlicherweise spielen die vom Rage-Virus infizierten Horden – mit Ausnahme des gezähmten Alpha-Exemplars, das nach und nach seine verlorene Menschlichkeit wiederentdeckt – eher eine untergeordnete Rolle. Im Mittelpunkt steht Sektenführer Sir Lord Jimmy, der mit seinen leichtgläubigen und eingeschüchterten Anhängern blutrünstig auf Menschenjagd geht und in dessen Fänge der junge Spike geraten ist. Hervorragend verkörpert wird der Psychopath von Jack O’Connell, der nach seinem Vampir-Auftritt in Weapons ein weiteres Mal als unvergesslicher Bösewicht Eindruck schindet. Mit Ralph Fiennes, der hier in der Arzt-Rolle abermals das Gute verkörpert, liefert er sich am Ende ein wunderbares schauspielerisches Duell, das in Fiennes’ irrem Teufels-Tanz zu Iron Maidens „The Number of the Beast“ mündet – jetzt schon eine der durchgeknalltesten Kinoszenen des Jahres. Auch sonst strotzt der Film nur so vor Spannung, Drama und einigen unerbittlichen Horrorszenen, die sich ins Gedächtnis einbrennen. Für den von Sony beschlossenen dritten Teil soll nun Danny Boyle wieder die Regie übernehmen. Man darf gespannt sein, ob er die Qualität von Bone Temple noch einmal toppen kann.

Neben der regulären 4K UHD erscheint der Titel ebenfalls in einer schicken „Limited Steelbook“-Editon. Das 4K-Bild mit Dolby Vision und HDR10 lässt keine Wünsche offen und bietet  erstklassige Schärfe und eine maximal nuancierte Darstellung. Besonders gut zur Geltung kommen einige Farbtupfer wie etwa die Haut von Ralph Fiennes, die sich durch den Einsatz von Jod (zur Verbeugung der Ansteckung) orange gefärbt hat. Und wie beim Vorgänger kann auch hier die Scheibe in puncto Tonqualität überzeugen. Der Atmos-Track im Original liefert eine mitunter sehr lebhafte Klangbühne, auch wenn ein Großteil von stilleren Momenten geprägt wird. Sehr schön zur Geltung kommt auch der Soundtrack mit Stücken von Duran Duran, Radiohead und der bereits erwähnten Iron Maiden-Nummer. Die Extras bieten 3 kürzere Featurettes mit Interviews der Hauptdarsteller, ein Blooper Reel, eine zusätzliche Szene sowie einen hörenswerten Audiokommentar mit Regisseurin Nia DaCosta.

4K UHD & Blu-ray Extras:

    • Audiokommentar mit Regisseurin Nia DaCosta
    • Behind The Scenes: The Doctor and the Devil (6 min)
    • Behind The Scenes: New Blood (6 min)
    • Behind The Scenes: Beneath the Rage (5 min)
    • Deleted Scene (1 min)
    • Infected Takes: Bloopers (3 min)
    • Trailer zu x weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Menschen sind die fieseren Zombies: Bester Beitrag aus der postapokalyptischen Zombie-Horror-Saga seit dem Original.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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