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Corpus Christi

© Arsenal Filmverleih

Corpus Christi

Boze Cialo

Polen 2019

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 111 Min.

Vertrieb: Good!Movies

Filmzine-Review vom 12.04.2021

Frisch aus dem Gefängnis entlassen wird der 20-jährige Kleinkriminelle Daniel (Bartosz Bielenia) an ein soziales Projekt vermittelt und zur Wiedereingliederung in ein Sägewerk geschickt. Doch Daniel hat ganz andere Pläne: Inspiriert von seinen Erfahrungen als Aushilfsmessdiener im Knast gibt er sich in dem Dorf als Priester aus. Wie es der Zufall so will, braucht die kleine Gemeinde gerade einen Ersatz-Geistlichen. Seine neue Rolle füllt er mit Leidenschaft und unkonventionellen Predigten aus. Dabei zieht er die durch einen tragischen Autounfall, bei dem mehrere Jugendliche starben, traumatisierte Dorfgemeinde zunehmend auf seine Seite. Doch wann fliegt der Schwindel auf?

Mit Titeln wie Cold War – Der Breitengrad der Liebe oder dem ocsarprämierten Ida sorgte das polnische Kino in den letzten Jahren für mehere Glanzlichter. Auch Corpus Christi reiht sich mühelos in die Liste dieser Arthouse-Hits ein und wurde zurecht im vergangenen Jahr als bester internationaler Film für den Oscar nominiert, scheiterte jedoch an dem südkoreanischen Überflieger Parasite. Die Story um einen falschen Priester aus Warschau, der wegen Verbrechen, die erst spät im Verlauf der Handlung aufgedeckt werden, im Jugendknast sitzt und wegen seiner Vorstrafen nicht in ein Priesterseminar eintreten darf, ist längst nicht so schwermütig wie sie sich anhört, sondern wurde von Regisseur Jan Komasa mit leichter Hand als bewegendes, aber auch komisches Drama mit spirituellem Unterbau verfilmt. In der Hauptrolle begeistert Bartosz Bielenia mit einem intensiven Auftritt als unkonventioneller Seelsorger, der die gespaltene Dorfgemeinschaft vereinen möchte. Der junge Mann könnte ohne Frage ein Shooting Star des europäischen Kinos werden.

 

Blu-ray Extras:

    • Making of (15 min)
    • Dt. Trailer zum Film
    • Trailer zu 5 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Junges, freches Autorenkino aus Polen – sehenswert!

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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