Der Grinch (Collector’s Edition)

© Universal Home Video

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Der Grinch (Collector’s Edition)

How the Grinch Stole Christmas

USA 2000

FSK: ab 6 Jahren

Länge: ca. 100 Min.

Studio: Universal Pictures

Vertrieb: Universal Home Video

Filmzine-Review vom 01.12.2001

In der kleinen Märchenstadt Whoville freuen sich schon alle Bewohner (die Whos) riesig auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Nur der Grinch (Jim Carrey), der in einer Berghöhle nahe der Stadt wohnt, hasst das Fest der Liebe und holt zum Gegenschlag aus…

Die schwarzhumorige Fabel „How the Grinch Stole Christmas“ (von Theodor Geisel alias Dr. Seuss) um den koboldartigen Grinch, der den Bewohnern von Whoville das Weihnachtsfest vermiesen will, zählt in den USA zu den beliebtesten Kinderbüchern. Eine Realverfilmung im großen Stil war daher wohl nur noch eine Frage der Zeit. Mit Brian Grazer (Produzent), Ron Howard (Regisseur) und Jim Carrey (Grinch) hat sich ein erfolgsverwöhntes Hollywood-Trio zusammengefunden und aus der Vorlage einen kunterbunten Film für Jung und Alt gemacht. Selbstverständlich steht und fällt Der Grinch mit dem Auftritt des Titelhelden und obwohl man Jim Carrey unter der aufwändigen Maske nicht wirklich erkennen kann, ist es in erster Linie sein Film. Seine mimischen Verrenkungen und akrobatischen Einlagen werden seine Fans vollstens zufrieden stellen. Die Grenze zur Albernheit wird dabei bewusst überschritten, aber was soll’s, wenn sich der anfangs miesepetrige Grinch in seiner Müllhöhle mit Selbstmitleid übergießt oder aber die Weihnachtsgeschenke der Whos klaut und dabei selbst die Hauskatze mitgehen lässt, kommen auch Zuschauer jenseits der Pubertät auf ihre (Spaß)-Kosten. Aber Vorsicht, der Film ist in Sachen Ausstattung, Sets und Kostüme hemmungslos süß, dass man fast vom Zuschauen Karies bekommt. Wer den Film zu klebrig findet, sollte lieber noch mal zu Tim Burtons The Nightmare Before Christmas greifen, der thematisch ähnlich angelegt ist.

Die Collector’s Edition aus dem Hause Universal wird pünktlich zu Weihnachten definitiv eine große Käuferschar finden. Die technische Grundausstattung ist nicht zu verachten, das Bild ist zwar hier und da ein wenig trüb, doch ansonsten ist der Transfer sehr farbenfroh und kontrastreich. Auch die Abmischung der Tonspuren (5.1 und DTS) ist überaus effektiv. Leider ist die deutsche Synchro wie so oft der Originalfassung eindeutig unterlegen, aber einen Jim Carrey kann man nun mal schlecht ins Deutsche übersetzen. Die Extras wirken auf dem ersten Blick gigantisch, doch bei näherer Betrachtung fällt auf, dass die meisten Features mal gerade ein paar Minuten lang sind und in erster Linie die typischen Werbebotschaften vermitteln. Für die ganz Kleinen gibt es immerhin in der Rubrik „Max’s Spielhaus“ abwechslungsreiche Unterhaltung.

 

Marcs Filmwertung

Quietschbunter Weihnachtsspaß für Groß und Klein.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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