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Dog – Das Glück hat vier Pfoten

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Dog – Das Glück hat vier Pfoten

Dog

USA 2022

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 102 Min.

Vertrieb: LEONINE

Filmzine-Review vom 10.09.2022

Army Ranger Briggs (Channing Tatum) soll Militärhund Lulu (einen Belgischen Malinois) zur Beerdigung des verunglückten Soldaten bringen, der die Hündin einst trainierte. Wiederwillig packt er das bissige Tier in seinen alten Ford Bronco und bricht auf die 1500 Meilen lange Reise von Oregon in den Süden von Arizona auf. Nach der Beerdigung soll Lulu auf der nächsten Army Base eingeschläfert werden. Sie hat ihre Pflicht getan und wird nicht mehr gebraucht. Doch die Reise verändert beide und schweißt das Paar zusammen…

Briggs ist ein gebrochener Mann. Nach einer Kriegsverletzung bekommt er immer wieder Krampfanfälle und Migräneattacken, weshalb er für nicht tauglich befunden wird. Dabei wünscht er sich nichts sehnlicher, als wieder seinen Dienst antreten zu können, denn in das zivile Leben kann er sich absolut nicht einfinden. Lulu ist nach ihren Kriegseinsätzen im Nahen Osten ebenfalls traumatisiert, aggressiv und gilt als hoffnungsloser Fall – genau wie Briggs. Das Roadmovie Dog, bei dem Channing Tatum auch Regie führte, schickt die beiden Verstoßenen auf eine verrückte Reise durch den Westen der USA, wo die Sonne zu Country-Klängen immer besonders malerisch untergeht und lange Schatten auf Tatums enge T-Shirts wirft. Was ein warmherziges Buddy Movie oder ein spannender Abenteuerfilm oder eine Hommage an kriegstraumatisierte Militärs hätte werden können, ist letztendlich nicht viel mehr als ein Flickenteppich einzelner Szenen. Die Begegnungen mit zwei Yoga-Chicks in Portland, einem Marihuana-Anbauer irgendwo im Nirgendwo und Briggs Ex-Frau und Tochter wirken merkwürdig aneinandergereiht und unbefriedigend. Auch die Annäherung von Hund und Mensch gerät wenig überzeugend, hier fehlen entscheidende Schlüsselmomente, sodass neben erzählerischem Pathos wenig Substanz bleibt.

Channing Tatum verarbeitet in seinem Regiedebüt den Verlust seiner eigenen Hündin Lulu, traut sich aber insgesamt zu wenig. Im Film wird der Vierbeiner von drei verschiedenen Malinois gespielt, die ihren Job hervorragend meistern und mit Tatum perfekt harmonieren.

 

Blu-ray Extras:

    • Dog Training (2 min)
    • First Look (2 min)
    • USO-Tour
    • Interview Channing Tatum (4 min)
    • Interview Reid Carolin (3 min)
    • B-Roll (8 min)
    • Dt. Trailer zum Film
    • Trailer zu 6 weiteren Titeln

 

Ninas Filmwertung

Trotz einiger gewinnender Szenen etwas ungelenk inszeniertes Buddy Movie über zwei traumatisierte Kriegsveteranen.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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