Himmel und Huhn

© Buena Vista Home Entertainment

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Himmel und Huhn

Chicken Little

USA 2005

FSK: ohne Altersbegrenzung

Länge: ca. 78 Min.

Studio: Disney Studios

Vertrieb: Buena Vista Home Entertainment

Filmzine-Review vom 29.06.2006

Von einer herabfallenden Eichel am Kopf getroffen ist Chicken Little überzeugt, der Himmel würde einstürzen – und blamiert sich mit diesem Fehlalarm vor den Bewohnern von Oakey Oaks nachhaltig. Nachdem er seine Ehre durch ein Baseballspiel so gerade wiederherstellen konnte, landet schon wieder ein verdächtig nach Himmel aussehendes Teil auf seinem Kopf. Schon bald muss der gefiederte Winzling seine Stadt vor einer Alien-Invasion retten…

Disneys animationstechnischer Alleingang ohne die Unterstützung der genialen Köpfe des Pixar-Studios basiert auf einer Fabel, die schon in diversen Variationen ihren Weg in etliche Kinderbücher gefunden hat. Während sich das getroffene Küken in den Erzählungen mit einem Regenschirm zu helfen weiß oder schlicht und einfach seinen Irrtum erkennt, wird in Himmel und Huhn eine Geschichte zusammengeschustert, die selbst für die kurze Lauflänge von knapp 80 Minuten erzwungen und künstlich aufgebläht wirkt. Die turbulente Komödie spart zwar nicht mit überdeutlichen Anleihen bei War of the Worlds oder Signs, doch die großen Geniestreiche wie etwa bei Shrek bleiben aus.

Die Moralkomponente ist diesmal eine strapazierte Vater-Sohn-Beziehung, wobei einmal mehr Disneys Schwäche für alleinerziehende Elternteile zum Tragen kommt. Für kleine Zuschauer ist der kunterbunte Spaß mit den vielen merkwürdig proportionierten Tieren und einem wirklich knuddeligen Alien-Baby sicherlich ein Vergnügen – Eltern werden sich zwar nicht langweilen, jedoch dem eher kindgerechten Humor nur wenig abgewinnen können.

Während im Original Zach Braff (Garden State) oder Patrick Stewart an der Seite professioneller Synchronsprecher den Figuren nicht nur Stimme sondern auch Charakter verleihen, hat man für die deutsche Fassung wieder einmal den Fehler begangen, auf bekannte – aber deshalb noch längst nicht begabte – Stimmen zu setzen. Während Verona Pooth ihre Sache als Susi Schnatter eigentlich recht ordentlich macht, hat man mit Boris Becker den wohl schlechtesten Synchronsprecher aller Zeiten vors Mikro geholt – jedes Vorschulkind könnte die Rolle besser ablesen. Un dat die Aliens ausjereschnet op Kölsch am spreschen sind, is doch wohl escht zu völ det Jooten…

An Bild und Ton der DVD lässt sich nichts aussetzen, neben ein paar alternativen Anfangssequenzen gibt ein 20-minütiges Making of einen kurzen Überblick über diverse Schaffensaspekte des Films.

 

Ninas Filmwertung

Hektisches Disney-Abenteuer für die Kleinsten mit kaum erinnernswerten Figuren.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Buena Vista Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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