Infinity Pool

© Universal Pictures Home Entertainment

Infinity Pool

USA 2022

FSK: ab 18 Jahren

Länge: ca. 118 Min.

Vertrieb: Universal Pictures Home Entertainment

VÖ-Datum: bereits erhältlich

Filmzine-Review vom 24.07.2023

Zusammen mit seiner reichen Frau Em (Cleopatra Coleman) verbringt der gescheiterte Autor James Foster (Alexander Skarsgård) einen Luxusurlaub in einem abgesicherten Ressort auf der (fiktiven) Insel La Tolqa. Eher gelangweilt räkeln sie sich am Pool und trinken Cocktails und bemerken dabei nur am Rande die Proteste der ausgebeuteten Einheimischen. Als die beiden Freundschaft mit Gabi (Mia Goth), angeblich ein großer Fan von James einzigem Roman, und ihrem älteren Ehemann Alban (Jalil Lespert) schließen, kommt endlich Abwechslung in den öden Urlaubstrott. Das Quartett verlässt verbotenerweise die Ferienanlage und nach einem Picknick mit Joints und Alkohol am Strand kommt es zur Katastrophe: James überfährt auf dem Rückweg einen Einheimischen. Nach dem strengen Gesetz von La Tolqa droht James nun die Todesstrafe (ausgeführt durch einen überlebenden Verwandten), doch für reiche Touristen gibt es einen bizarren Ausweg aus der Misere…

Nachdem Body-Horror-Großmeister David Cronenberg zuletzt mit Crimes of the Future ein bisschen geschwächelt hat, steht sein Sohn Brandon als legitimer Nachfolger längst in den Startlöchern. Schon mit Possessor gelang ihm ein verstörender Trip der Extraklasse, nun legt der kanadische Filmemacher mit Infinity Pool nach. Eine provokante Psycho-Horror-Variante des letztjährigen Cannes-Gewinners Triangle of Sadness (siehe auch The Menu), in der das Drehbuch unverblümt mit hedonistischen Superreichen und dem Einfluss von Geld und Macht abrechnet und zeigt, dass hier die Touristen die wahren Barbaren sind, die ihrer Umgebung mit rücksichtsloser Verachtung begegnen. Ähnlich wie sein berühmter Vater zeigt auch Brandon Cronenberg ein Faible für grenzüberschreitenden Körperhorror und überschüttet seine Figuren mit Blut und diversen Körperflüssigkeiten. Allerdings bleibt der Blickwinkel dabei recht distanziert und die Figuren durchweg unsympathisch, was wahrscheinlich nicht allen Zuschauern gefallen wird. Schauspielerisch dominiert Mia Goth das Geschehen, die nach ihren Auftritten in X und Pearl auf einem guten Weg ist, zu einer neuen Horrorfilm-Ikone zu werden.

 

Blu-ray Extras:

    • keine Extras

 

Marcs Filmwertung

Böser, provokanter Urlaubstrip mit grenzüberschreitendem Körperhorror aus dem Hause Cronenberg.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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