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Iron Sky: The Coming Race

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Iron Sky: The Coming Race

Belgien / Deutschland / Finnland 2018

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 93 Min.

Vertrieb: Splendid Film

Filmzine-Review vom 08.10.2019

Mit Iron Sky – Wir kommen in Frieden gelang dem finnischen Filmemacher Timo Vuorensola vor ein paar Jahren ein respektloses, überaus schräges Stück Sci-Fi-Trash rund um Nazis, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit Ufos die dunkle Seite des Mondes besiedelt haben, um dann erneut nach der Weltherrschaft zu streben. Der fast schon unvermeidliche Nachklapp spinnt die dusselige Geschichte nun in Iron Sky: The Coming Race weiter.

Dank des aufgepeppten Budgets (per Crowdfunding) wirken die Spezialeffekte im Sequel deutlich ausgereifter, u.a. mit einer dreisten aber schicken Kopie des Millennium Falcon. Der professionellere Look kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Ton der überspitzten, grellen Nazipersiflage mit Science-Fiction-Weltraumtrash-Ambitionen nur selten ins Schwarze trifft. Ob bewusst oder nicht bewusst, die schalen Gags animieren kaum zum Schmunzeln, auch wenn Udo Kier als Hitler (und dessen Bruder) auf dem Rücken eines T-Rex-Sauriers kein alltäglicher Anblick ist.

Über die Gaga-Story sollte man nicht zu viele Worte verlieren: Diesmal bricht die Wissenschaftlerin Obi Washington (Lara Rossi) im Jahr 2047 mit ihren unterbelichteten Mitstreitern vom Mond zu einer Expedition ins Erdinnere auf. Dort finden sie eine prähistorische Welt vor, in der die Vril leben – reptilienartige Aliens, die sich als Menschen tarnen können, und in der Gestalt von Stalin, Putin, Caligula und anderen Herrschern seit Ewigkeiten die irdischen Weltregierungen kontrollieren. Ein Ende der Mondnazis ist noch längst nicht in Sicht: Derzeit dreht Vuorensola The Ark: An Iron Sky Story mit Andy Garcia und – natürlich – dem unverwüstlichen Udo Kier.

 

Blu-ray Extras:

    • Musikvideo „Coming Race“ von Laibach
    • 33 „Spoiler Alert!“-Episoden mit Regisseur Timo Vuorensola (92 min)
    • Trump-Teaser (2 min)
    • Behind-the-Scenes Slideshow (4 min)
    • VFX breakdown (5 min)
    • Trailer zu 8 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Überdrehte Sci-Fi-Trash-Groteske mit ansehnlichen Schauwerten, aber wenig Witz.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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