Matrix Revolutions

© Warner Home Video

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Matrix Revolutions

The Matrix Revolutions

USA 2003

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 124 Min.

Studio: Warner Bros.

Vertrieb: Warner Home Video

Filmzine-Review vom 05.05.2004

Unaufhaltsam bohren sich die Maschinen auf die unterirdische Stadt Zion zu, wo der Rest der
Menschheit sich auf eine alles entscheidende Schlacht vorbereitet. Neo (Keanu Reeves) liegt
unterdessen in einem Koma…

Um es kurz zu machen: Der negative Hype, der den dritten Teil der Matrix-Reihe schon vor dem Kinostart begleitet hat, ist nicht ganz unberechtigt. Schon Matrix Reloaded stand in keinem Verhältnis zum spektakulären Original. Revolutions ist nochmal eine ganze Ecke schwächer ausgefallen und – man wagt es kaum zu sagen – zählt zu den vielleicht größten filmischen Enttäuschungen der letzten Monate. Die Gründe für das
Scheitern sind recht simpel: Die Wachowski-Brüder sind in ihrem eigenen Matrix-Universum mit Pauken und Trompeten untergegangen. Teil 3 verliert sich in der Anfangsstunde trotz der vielen Konfliktsituationen in pseudo-philosophischem Gebrabbel, das wahrlich nur schwer zu ertragen ist. Viel schlimmer noch: die einst so lässigen Protagonisten Neo, Morpheus und Trinity werden zu Statisten degradiert. Bezeichnenderweise findet die
finale HighTech-Schlacht um Zion ohne Beteiligung von Keanu Reeves, Lawrence Fishburne und Carrie-Anne Moss statt. Selbst als sich eine der Hauptfiguren heroisch opfert, bleibt es gefühlsmäßig eiskalt. Interessante und nicht unwichtige Nebenfiguren wie der Merowinger
werden auf ein Minimum an Leinwandpräsenz reduziert und somit verschenkt. Beim viel zitierten „Super Burly Brawl“ vermöbeln sich Neo und Agent Smith nach Strich und Faden, doch diesen auf die Dauer ermüdenden Kampf gab’s schon im zweiten Teil mehr als
ausführlich zu sehen. Tricktechnisch ist Revolutions selbstverständlich auf der Höhe
des CGI-Zeitalters. Aber das sind viele andere Effektschlachten auch – was fehlt, sind Geist
und Seele des Originals.

Die Ausstattung und insbesondere die Technik (mit Referenz-Bild) zeigen sich im Vergleich
zum Vorgänger stark verbessert. Unangenehm auffallend ist wieder einmal die Abstinenz der
Wachowski-Brüder. Fast scheint es so, als ob sich die beiden beleidigt in ihr stilles Kämmerlein zurückgezogen hätten. Aber wer weiß, vielleicht basteln sie ja auch an der ultimativen Matrix-Box. Bis diese erscheint, muss man sich wohl oder übel jeden einzelnen Special Effect in den zahlreichen Features erklären lassen.

 

Marcs Filmwertung

Unwürdiger Abschluss der Matrix-Reihe – mehr Demontage als Revolution.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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