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No Man’s Land

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No Man’s Land

Belgien / Bosnien Herzegowina / Frankreich / Italien 2001

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 92 Min.

Vertrieb: Pandastorm Pictures

Filmzine-Review vom 10.06.2019

Während des Bosnien-Krieges (1993) stehen sich nach einem Feuergefecht der Bosnier Ciki und der Serbe Nino in einem Schützengraben mitten im Niemandsland gegenüber. Ein dritter Mann liegt schwer verletzt auf einer Sprengmine und darf sich nicht bewegen. In der dieser Pattsituation versuchen die beiden verfeindeten Soldaten nach einer Lösung, doch immer wieder kochen die Emotionen hoch. Ein französischer UN-Offizier ist fest entschlossen, die Lage zu entschärfen, wird aber von seinen unfähigen Vorgesetzen im Stich gelassen. Auch die Medienvertreter, die mittlerweile live aus dem Schützengraben berichten, erweisen sich nicht als sonderlich hilfreich…

Mit seinem Spielfilmdebüt No Man’s Land, einer grotesken Kriegsparabel, bei der einem das Lachen im Halse stecken bleibt, wurde Danis Tanovic 2002 mit prestigeträchtigen Preisen (u.a. Oscar & Golden Globe in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“) geradezu überhäuft. Ob der zeitlosen Aktualität des Films ist No Man’s Land auch viele Jahre später immer noch unbedingt sehenswert. Dem Grauen des Krieges begegnet Tanovic mit einer großen Portion Galgenhumor und Sarkasmus, wobei die unterschwellige tödliche Bedrohung trotz des ironischen Grundtons jederzeit greifbar bleibt. Doch entlarvt werden nicht nur die zankenden Kriegsparteien, auch die UN-Fiedenstruppe, ihre eitlen Oberbefehlshaber (die zunächst nicht erreichbar sind, da ja noch ein Medienseminar besucht werden muss) und die quotengeile Presse agieren nicht minder idiotisch.

Die längst überfällige Blu-ray-Premiere bietet ein sehr sauberes HD-Bild. Da das herrliche Sprachenwirrwarr in der Originalfassung entscheidend zum absurden Grundton von No Man’s Land beiträgt, sollte man die deutsche Kinoversion eher vermeiden.

 

Blu-ray Extras:

    • Originaltrailer
    • 5 Trailer weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Sehenswerte Anti-Kriegsparabel mit einer großen Portion Galgenhumor und Sarkasmus.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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