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22 Bahnen

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22 Bahnen

D 2025

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 101 Min.

Vertrieb: LEONINE

VÖ-Datum: 23.01.2026

Filmzine-Review vom 25.01.2026

Tilda und ihre kleine Schwester Ida leben in einer Kleinstadt mit ihrer alkoholkranken Mutter. Tildas Studium leidet darunter ein wenig, da sie aufgrund der häufigen Ausfälle der Mutter Idas Ersatzmama spielen muss und die Uni eine lange Busfahrt entfernt ist. Dabei ist die Mathestudentin sehr begabt – ihr Prof will sie für eine Promotionsstelle in Berlin vorschlagen. Aber Tilda hat Gewissensbisse, ob sie wirklich von zu Hause ausziehen und die 10-Jährige mit der Mutter allein lassen kann…

Autorin Caroline Wahl zu bashen, die mit ihrem sehr selbstbewussten Auftreten mitunter aneckt, ist ja gerade irgendwie in. Schließlich sei sie gutbürgerlich und ohne alkoholkranke Mutter aufgewachsen, wie kann sie es daher wagen … Aber wie arm wäre unsere Literaturlandschaft, wenn alle nur über selbst Erlebtes schreiben dürften? Wir wollen da nicht mit einsteigen, sondern uns der Verfilmung ihres Erfolgsdebüts 22 Bahnen widmen. Die werksgetreue Umsetzung übernimmt nicht nur die Rahmenhandlung eins zu eins, sondern auch viele Dialoge. Für Fans des Romans dürfte die karge Inszenierung also viel Wiedererkennungswert haben. Ob das nun Fantasielosigkeit oder Werktreue ist, ist Ansichtssache. Wer mit der Geschichte auf der Leinwand zum ersten Mal in Kontakt kommt, könnte sich fragen, wohin das Ganze denn nun führen soll, oder sich ob der nüchternen Erzählweise ohne nennenswerte Dramaturgie vielleicht auch etwas langweilen. Die verschobenen Verantwortlichkeiten von Kindern aus Suchtfamilien hat man in Buch und Film sicherlich schon weitaus eindrucksvoller und tiefgründiger gesehen, aber Hauptdarstellerin Luna Wedler macht ihre Sache wirklich gut und die Verfilmung der Fortsetzung Windstärke 17 düfte eine sichere Bank sein.

Die Bonussektion versammelt zahlreiche kurze Interviews mit den Hauptdarstellern, mit Autorin Caroline Wahl, sowie der Regisseurin und den Produzentinnen.

 

Blu-ray Extras:

    • Interview mit Luna Wedler (7 Min.)
    • Interview mit Zoë Baier (2 Min.)
    • Interview mit Jannis Niewöhner (5 Min.)
    • Interview mit Autorin Caroline Wahl (4 Min.)
    • Interview mit Regisseurin Mia Maariel Meyer (5 Min.)
    • Interview mit Produzentin Anna Eigl (6 Min.)
    • Interview mit Produzent Thomas Wöbke (2 Min.)
    • B-Roll (10 Min.)
    • Trailer zum Film
    • Trailer zu 3 weitern Titeln
    • Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte
    • Wendecover

 

Ninas Filmwertung

Werksgetreue Umsetzung des Erfolgsromans von Caroline Wahl mit demselben nüchternen Grundton.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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