Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders

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Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders

Perfume: The Story of a Murderer

Spanien | Frankreich | D 2006

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 141 Min.

Studio: Constantin Film

Vertrieb: Highlight

Filmzine-Review vom 19.03.2007

1738 erblickt Jean-Baptiste Grenouille (Ben Whishaw) im Dreck des Pariser Fischmarkts das Licht der Welt. Schon als Kind merkt er, dass sein Geruchssinn um ein Vielfaches ausgeprägter ist als der seiner Mitmenschen. Beim Parfümeur Baldini (Dustin Hoffman) will er das Handwerk des Düftekomponierens erlernen – mit dem Ziel, den für ihn einmaligsten Duft zu destillieren: den Geruch hübscher junger Mädchen…

Lange Zeit galt der erfolgreichste deutsche Roman der modernen Literatur als unverfilmbar, zahlreiche namhafte Regisseure (u.a. Ridley Scott, Martin Scorsese und Tim Burton) standen Schlange vor Patrick Süsskinds Tür, doch dieser weigerte sich standhaft, die Rechte an seinem Bestseller herauszurücken. Erfolgsproduzent Bernd Eichinger konnte sie letztendlich für 10 Mio. Euro erwerben. Zusammen mit Regisseur Tom Tykwer schuf er mit Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders den bisher teuersten deutschen Film, der größtenteils in der Altstadt Barcelonas gedreht wurde. Hier lässt Tykwer mit aufwändigen Kulissen und großartigen Kostümen das Frankreich des 18. Jahrhunderts entstehen. Die schwierige Aufgabe der Verkörperung des Sonderlings Grenouille meistert Newcomer Ben Whishaw bravourös: seine Figur hat nur wenige Sprechszenen und so muss er den Charakter des olfaktorischen Genies allein durch Mimik und Gestik transportieren. Getragen wird die Handlung über weite Strecken oft nur von dem wohl wundervollsten und traurigsten Soundtrack seit Jahren, eingespielt von den Berliner Philharmonikern.

Wen die Visualisierung der Gerüche im Film nicht überzeugt hat, der sollte auf die limitierte Duft Edition (exklusiv in Müller Drogerie-Märkten erhältlich) zurückgreifen. Alle anderen haben die Wahl zwischen der Premium Edition, die mit ganzen 2,5 Stunden an hochwertigen Bonusmaterialien ausgestattet ist, und der Einzel-DVD, die immerhin mit 3 Audiokommentaren aufwarten kann. Für die meisten dürfte der mit Tom Tykwer von größtem Interesse sein. Das Bild schwächelt leider in den dunklen Szenen, hier sind häufig deutliche Rauschmuster erkennbar. Besondere Erwähnung verdient allerdings die Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte.

 

Ninas Filmwertung

Von wegen unverfilmbar: Überzeugende Adaption des modernen Klassikers.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Highlight kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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