
© Universal Pictures Home Entertainment/Plaion PIctures
Obsession – Du sollst mich lieben (4K UHD & Blu-ray)
USA 2025
FSK: ab 16 Jahren
Länge: ca. 104 Min.
Vertrieb: Universal Pictures Home Entertainment / Plaion Pictures
VÖ-Datum: bereits erhältlich
Filmzine-Review vom 14.10.2026
Der junge Bear (Michael Johnston) arbeitet in einem Musikgeschäft und ist schon seit Ewigkeiten in seine Kollegin und Kindheitsfreundin Nikki (Inde Navarrette) verliebt. Für Nikki ist die langjährige, rein platonische Freundschaft kein Problem, doch Bear will mehr. Eher aus Verzweiflung kauft er in einem örtlichen Esoterikladen ein “One Wish Willow”, eine Wunschrute, die verspricht, genau einen Wunsch zu erfüllen. Bear zögert nicht lange und wünscht sich, dass Nikki sich endlich in ihn verlieben möge. Tatsächlich findet Nikki ihn plötzlich absolut unwiderstehlich…
Wie schon bei dem kürzlich vorgestellten Backrooms stand auch bei Obsession mit dem Youtuber Curry Baker ein unerfahrener Jungspund hinter der Kamera, den man bis dato eigentlich nur von dem viralen Found-Footage-Hit Milk & Serial kannte, den Baker für schlappe 800 Dollar gefilmt und ins Internet gestellt hat. Obsession ist nun der Beweis dafür, dass er auch als Studio-Filmemacher mit Budget und professionellen Schauspielern ein echtes Talent für die Zukunft des Genres ist. Die eigentliche Storyidee greift Elemente einer klassischen Horror-Fabel („The Monkey’s Paw“) auf, denn es dreht sich um einen Mann, der sich einen Wunsch erfüllt, den er später bereuen wird. Die bedingungslose Liebe, die sich Bear ersehnt, wird im Verlauf zu einem dämonischen Fluch, der Nikki mit ihrem alles verzehrenden Bedürfnis, Bear immer näher zu kommen, krank macht. Newcomerin Inde Navarrette meistert die oft völlig unverhersehbaren Verhaltens- und Wesensänderungen erschreckend gut, angefangen von einigen grundlosen Ausrastern bis zu der fast schon legendären Sequenz, in der ein geselliger Abend unter Freunden komplett aus dem Ruder läuft. Und auch wenn die Academy das Horror-Genre sehr oft außer Acht lässt, sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn Navarrette für ihre bravouröse Performance keine Oscar-Nominierung erhalten sollte. Für zusätzliche Gruselstimmung sorgt das vorzügliche Zusammenspiel von Kamera, Licht und Schatten, das für eine maximal unbehagliche Atmosphäre sorgt. Jump Scares werden eher dezent platziert, wirken dann aber umso heftiger, wie zum Beispiel in der nächtlichen Auto-Szene, in der sich Bear mit seiner anderen Bekannten trifft und von Nikki „überrascht“ wird. Von Regisseur Curry Baker wird man weitere Großtaten und eine unvermeidliche Fortsetzung erwarten können, denn der talentierte Filmemacher wurde unlängst von Überproduzent Jason Blum unter Vertrag genommen.
Das insgesamt eher dunklere Erscheinungsbild, das häufig ein Gefühl von Isolation und Unterdrückung erzeugt, kommt auf der 4K UHD (im seltenen 1,50:1 Format) überzeugend zur Geltung. Der ganz große Aha-Effekt stellt sich aber auch trotz guter Schärfe nicht unbedingt ein. Die Extras bieten einen Audiokommentar mit Curry Baker sowie ein Making, bei dem die Besetzung, Proben und Dreharbeiten thematisiert werden.
4K & Blu-ray Extras:
- Audiokommentar mit Regisseur, Autor und Cutter Curry Barker
- Obsession Unleashed: Behind the Scenes mit Interviews von Regisseur Curry Barker und dem Cast (19 min)
- Wendecover
Marcs Filmwertung
Careful what you wish for: Virtuos inszenierter Beziehungshorror mit maximal unbehaglicher Grusel-Atmosphäre.
- Obsession - 14. Oktober 2026
- Cutter’s Way - 12. Oktober 2026
- Backrooms - 7. Oktober 2026
- Disclosure Day - 5. Oktober 2026
Leserwertung
Trailer
Klick auf das Video-Vorschaubild stellt eine Verbindung zu YouTube her und setzt YouTube-Cookies auf Deinem Rechner. (Weitere Datenschutzinfos.)
Cast & Crew
Schauspieler: Andy Richter, Cooper Tomlinson, Inde Navarrette, Megan Lawless, Michael Johnston
Musik: Rock Burwell
Produzent(en): Christian Mercuri ..., James Harris, Roman Viaris

