© Bildmaterial Walt Disney Studios Home Entertainment

Aladdin

© Walt Disney Studios Home Entertainment

Aladdin

USA 2019

FSK: ab 6 Jahren

Länge: ca. 128 Min.

Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment

Filmzine-Review vom 10.10.2019

Langfinger Aladdin (Mena Massoud) und sein Äffchen Abu sind ein eingespieltes Team. In den engen Gassen von Agrabah gaunern sie sich durch den Tag – bis ihm die Prinzessin Jasmin (Naomi Scott) begegnet und ihm prompt den Kopf verdreht. Unbedingt will er sie wiedersehen, doch der böse Hofzauberer Jafar kommt ihm in die Quere. Aladin soll für ihn eine wertvolle Lampe aus einer Höhle stehlen. Die Aktion geht schief, dafür hat Aladdin nun den Flaschengeist Dschinni (Will Smith) an seiner Seite und drei Wünsche frei. Vielleicht kann dieser ihm bei seinen Annäherungsversuchen behilflich sein…

Disney ist in den letzten Jahren schwer damit beschäftigt, alte Zeichentrickklassiker als Realverfilmungen neu aufzuwärmen (Die Schöne und das Biest, Dschungelbuch, Dumbo) oder jüngere Erfolge fortzusetzen (Frozen, Maleficient, Toy Story). Dasss man für die Live-Action-Variante von Aladdin ausgerechnet Guy Ritchie als Regisseur verpflichtete, darf einen zumindst kurz stutzen lassen. Erwartungsgemäß ist von der rotzigen Regieführung des Engländers nicht viel zu sehen. Einzig eine längere Verfolgungssequenz zu Beginn mit häufigen Wechseln zwischen Zeitraffern und Zeitlupen lässt die sorgfältige Choreografie und Schnitttechnik erkennen, die er schon bei Sherlock einsetzte. Die zweite prominente Figur des Films musste im Vorfeld viel Kritik einstecken: Will Smith tritt als Flaschengeist kein leichtes Erbe an. Der Erfolg des Zeichentrickfilms ist zu einem großen Teil der herausragenden Performance von Robin Williams zu verdanken, den die Zeichner schon bei der Konzeption der Figur im Auge hatten. Doch Smiths Talent für komödiantisches Timing und übertriebene Mimik kommt seiner Rolle hier zugute. Und so ist es letztendlich ihm zu verdanken, dass Aladdin überaus unterhaltsam ist und auch Skeptikern Spaß machen dürfte. Etwas hölzerner kommen da im Vergleich die beiden Protagonisten daher. Ausstattung und Kostüme sind an Opulenz und Farbenfreude kaum zu übertreffen und bieten jede Menge Schauwerte. Das Drumherum ist allerdings häufig zu viel CGI, zu viel Kulisse, zu viel sauber geleckte Perfektion.

 

Blu-ray Extras:

    • Aladdins Video-Tagebuch: Eine neue fantastische Perspektive (11 min)
    • Guy Ritchie: Ein cineastisches Genie (5 min)
    • Ein Freund wie Dschinni (5 min)
    • 6 zusätzliche Szenen (11 min)
    • Zusätzlicher Song „Desert Moon“
    • 3 Musikvideos
    • Pannen vom Dreh (2 min)
    • Trailer zu 2 weiteren Titeln

 

Ninas Filmwertung

Schwungvoll inszenierte Live-Action-Verfilmung der Erfolgsromanze aus 1001 Nacht.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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