Alamo – Der Traum, das Schicksal, die Legende

© Buena Vista Home Entertainment

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Alamo – Der Traum, das Schicksal, die Legende

The Alamo

USA 2004

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 131 Min.

Studio: Touchstone Pictures

Vertrieb: Buena Vista Home Entertainment

Filmzine-Review vom 17.12.2004

Texas 1836: Die Auseinandersetzungen zwischen amerikanischen Siedlern und der mexikanischen Obrigkeit gipfeln in der Belagerungsschlacht des Alamo, einer zum Fort umgebauten Missionsstation. Rund 180 Amerikaner, unter ihnen die Volkshelden Davy Crocket (Billy Bob Thornton) und Jim Bowie (Jason Patric), stehen mehreren tausend Soldaten des mexikanischen Diktators Santa Ana gegenüber…

Der Schlachtruf „Remember the Alamo“ ging als Motto für den texanischen Unabhängigkeitskrieg in die amerikanische Geschichte ein. Diese Ehre wird der 100 Millionen Dollar-Produktion aus dem Hause Disney wohl kaum zuteil werden: Alamo spielte gerade mal ein Fünftel seiner Herstellungskosten ein und gilt als einer der größten finanziellen Flops der Kinosaison 2004. Dabei stand das ambitionierte Projekt von Beginn an unter keinem guten Stern. Zunächst konnte sich der ursprünglich eingeplante Regisseur Ron Howard mit Disney weder auf ein Budget noch auf eine Altersfreigabe einigen und dann hagelte es bereits im Vorfeld negative Presse. Für das fertige Produkt hat sich dann kaum noch jemand interessiert. Schade, denn Alamo ist bei weitem nicht der befürchtete Blindgänger. Trotz des heroisch-patriotischen Themas bleibt der Film authentisch und orientiert sich – im Gegensatz zur misslungenen Heldenbeweihräucherung von John Wayne (1960) – an den historischen Fakten. Höhepunkt ist die von Kameramann Dean Semler (Oscar® für Der mit dem Wolf tanzt) glänzend eingefangene finale nächtliche Attacke der Mexikaner, die die zum Untergang verdammten Texaner bis zum letzten Mann aufreiben. Darstellerisch holt einmal mehr Billy Bob Thornton als Trapper-Legende Davy Crocket die Kohlen aus dem Feuer.

In Deutschland blieb Alamo ein Kinostart verwehrt und erscheint somit als DVD-Premiere. Immerhin sind sogar ein paar Standard-Extras (Making Of, 4 Deleted Scenes) mit dabei, historische Hintergrund-Infos werden aber dafür sträflich vernachlässigt. Wie es sich für ein kriegerisches Epos dieser Art gehört, lässt es die deutsche DTS-Tonspur auf allen Kanälen ordentlich krachen.

 

Marcs Filmwertung

Aufregende US-Geschichtsstunde ohne überhöhten Patriotismus – längst nicht so schlecht wie sein Ruf.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Buena Vista HomeEntertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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