Die vier Federn

© Concorde Home Entertainment

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Die vier Federn

The Four Feathers

USA 2002

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 126 Min.

Studio: Miramax Films | Paramount Pictures

Vertrieb: Concorde Home Entertainment

Filmzine-Review vom 09.10.2003

England 1884. Als der junge Offiziersanwärter Harry Feversham (Heath Ledger) für sein Land auf dem afrikanischen Kontinent kämpfen soll, quittiert er freiwillig den Dienst. Seine Soldatenfreunde und seine Verlobte (Kate Hudson) wenden sich daraufhin von ihm ab und schicken ihm als Symbol seiner Feigheit vier weiße Federn. In seiner Ehre tief gekränkt macht sich Harry auf eigene Faust in die Wüste Sudans…

Der indische Filmemacher Shekhar Lapur (Elisabeth) ist bereits der siebte Regisseur, der sich an dem klassischen Abenteurer-Roman Die vier Federn von A.E.W. Mason versucht. Dabei gelingen ihm und Kameramann Robert Richardson (bekannt für seine Zusammenarbeit mit Oliver Stone) zwar aufregende und opulente Bilder, doch inhaltlich wirkt die tief im britischen Kolonialismus angesiedelte Story um Soldatenehre, Loyalität und Heldentum hoffnungslos veraltet. Kapur lässt mit verklärtem Blick das gute alte „Empire“ auferstehen und spart kritische Fragen gänzlich aus. Zwar stolpert Heath Ledger in der Hauptrolle wie einst Peter O’Toole in Lawrence von Arabien durch die unendliche Wüste, doch von diesem Meisterwerk ist der Film ein ganzes Stück entfernt. Selbst die klangvolle Besetzung ist wenig überzeugend: Kate Hudson, zuletzt noch als Groupie so charmant in Almost Famous wirkt vollkommen fehl am Platz und Wes Bentley sucht nach American Beauty weiterhin nach einer guten Rolle. Den Rest besorgt James Horner mit seinem schwülstig-überhöhten Schlachtfeld-Soundtrack.

Die DVD von Concorde lässt zumindest technisch keine Wünsche offen. Der Bildtransfer ist gestochen scharf, offensichtliche Mängel gibt es eigentlich nicht. Der deutsche DTS-Sound legt sich bei den kriegerischen Auseinandersetzungen mächtig ins Zeug und bietet den aus zahlreichen Actionfilmen bekannten Kugelhagel aus allen Kanälen. Die englische Tonspur (5.1) ist im Vergleich minimal schwächer zu bewerten. Die Extras sind nicht weiter weltbewegend: Neben zwei ansehnlichen Making Ofs gibt es einen (nicht untertitelten) Audiokommentar, in dem sich der Regisseur ausführlich zur Story und den einzelnen Charakteren äußert.

 

Marcs Filmwertung

Opulent fotografiertes Abenteuer-Epos mit gravierenden Story-Schwächen.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Concorde Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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