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Astrid

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Astrid

Unga Astrid

Schweden 2018

FSK: ab 6 Jahren

Länge: ca. 123 Min.

Vertrieb: Universum Film GmbH

Filmzine-Review vom 06.06.2019

Die junge Astrid Lindgren (Alba August) wächst mit ihren Geschwistern und ihren streng gläubigen Eltern auf einem Bauernhof im schwedischen Vimmerby auf. Sie hat eine blühende Fantasie und schon als Kind ihren eigenen Kopf. Ihr Vater vermittelt ihr eine Praktikumsstelle bei der lokalen Tageszeitung – nicht ahnend, dass der Herausgeber, der geschiedene Magnus Krepper, sich nicht nur in beruflicher Hinsicht für seine Tochter interessieren wird. Die 16-Jährige wird schwanger und wird zur Sekretärinnenausbildung nach Stockholm geschickt, um ihrer Familie und auch dem Kindsvater keine Schande zu bereiten. In Dänemark kann sie ihren Sohn halbwegs anonym gebären und bei einer Pflegemutter aufwachsen lassen, bis sich zu Hause die Wogen geglättet haben. Doch Krepper hält sie immer weiter hin und selbst von ihrer eigenen Mutter erfährt sie keinerlei Unterstützung – doch Astrid erträgt die Trennung von ihrem Sohn Lasse nicht. Also setzt sie wieder ihren Willen durch – und behauptet sich im Schweden der 1920er als alleinerziehende Mutter…

Mit 165 Millionen verkauften Büchern und Übersetzungen in 106 Sprachen gehört Astrid Lindgren zu den erfolgreichsten Kinderbuchautorinnen aller Zeiten. Pernille Fischer Christensens Biopic Astrid geht zwar nicht konkret auf die Entstehungsgeschichte ihrer weltbekannten Heldinnen und Helden ein, doch der erzählte prägende Lebensabschnitt der Autorin dürfte großen Einfluss auf ihre starken, unabhängigen Figuren wie Pippi Langstrumpf oder Ronja Räubertochter gehabt haben. Dabei waren ihre Erfahrungen durchaus kein Einzelschicksal, viele Frauen ihrer Zeit machten Vergleichbares durch und nicht wenige hätten den bequemeren Weg in eine unglückliche Ehe gewählt, um den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen. Doch Astrid denkt schon immer anders als andere, flippt beim spießigen Tanztee mit Herrenwahl allein auf der Tanzfläche rum und lässt sich als einziges Mädchen im Dorf die Haare kurz schneiden. Im Gegensatz zur Hauptfigur bricht der Film selbst kaum mit Konventionen, sondern bewegt sich auf klassischem Biopic-Terrain. Auch wenn man gerade hier ruhig etwas kreativer hätte vorgehen können, ist Astrid in Zeiten von #femaleempowerment eine gelungene und lebensbejahende Emazipationsgeschichte und zudem mit der jungen Alba August erfrischend besetzt.

 

Blu-ray Extras:

    • Trailer zu 3 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Ninas Filmwertung

Newcomerin Alba August ist die perfekte Astrid Lindgren in diesem Biopic über die Jugend der Erfolgsautorin.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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