
© Constantin Film
Babygirl
USA 2024
FSK: ab 16 Jahren
Länge: ca. 115 Min.
Vertrieb: Constantin Film / Highlight
VÖ-Datum: 24.04.2025
Filmzine-Review vom 30.04.2025
Romy (Nicole Kidman) ist CEO einer erfolgreichen Logistikfirma, hat ein riesiges Haus vor den Toren New Yorks, einen attraktiven Ehemann und zwei Töchter. Nur im Bett läuft es für ihre Begriffe eher unbefriedigend, weshalb sie wohl auch empfänglich für die Annäherungsversuche ihres blutjungen Praktikanten Samuel (Harris Dickinson, Triangle of Sadness) ist und sich auf eine Affäre mit ihm einlässt…
Skandal, Skandal: Die olle Kidman macht mit einem 30 Jahre jüngeren Typen rum. Solche Beziehungskonstellationen bekommen sonst nur Dieter Bohlen, Anthony Kiedis oder Richard Gere hin. Interessanterweise gerät der Altersunterschied in Babygirl fast schon zur Nebensache. Viel reizvoller ist für Romy nämlich das Machtgefüge: Einerseits steht sie als Geschäftsführerin logischerweise auf der höchsten Stufe der Hierarchie, ihr Praktikant hingegen ganz unten. Umgekehrt könnte er sie jedoch von einem Tag auf den nächsten um ihren Posten, ihren Ruf und ihre Existenz bringen, indem er die Affäre publik macht, und übt somit wiederum Macht über sie aus. Genau dieses Spiel mit dem Feuer ist es, was Romy sucht. Dass der junge Samuel sich offenbar keinen Deut um Konventionen schert und ihr gegenüber unverblümt und mitunter unangemessen gegenübertritt, imponiert ihr und entwaffnet sie zugleich. Was dann folgt, ist das Porträt einer leidenschaftlichen Affäre, in der es für beide nicht im geringsten um Liebe geht, sondern um Körperlichkeit und das Ausleben von Fantasien, um das Spiel mit Macht und Unterwürfigkeit. Nicht immer erschließt sich einem, was nun Sache ist, da Romy abwechselnd Ja, Nein, Vielleicht sagt und Samuel grundsätzlich das Gegenteil will. Das mag daran liegen, dass Romy Zeit braucht, sich in die neue Konstellation einzufügen und vielleicht selbst nicht weiß, was sie will, oder dass sie es sehr wohl weiß, aber es nicht artikulieren kann, da sie es nie gelernt hat. Samuel hingegen besteht darauf, dass sie im Sinne der Einvernehmlichkeit klar Stellung bezieht und ihr Einverständnis auch wirklich ausspricht. Den kurz angerissenen Erzählstrang über Romys Kindheit in einer Kommune hätte man sich sparen können, denn er läuft komplett ins Leere. Es kommt wie es kommen muss und die Affäre schwappt irgendwann doch in Romys Privatleben, was zu einigen unschönen Konfrontationen mit Ehemann Jacob (Antonio Banderas) führt.
Im Interview erzählt Halina Reijn, sie wollte mit dem Film der Frage nachgehen, wie es gelingen kann, alle Facetten von sich selbst zu lieben. Wie das nun zu Handlung passt, kann sich jeder selbst überlegen. Weitere Extras sind Aufnahmen von der Pressekonferenz sowie ein Audiokommentar mir der niederländischen Filmemacherin, die die frühen Filme ihres Landsmannes Paul Verhoeven als Inspitation für Babygirl ansieht.
Blu-ray Extras:
- Audiokommentar mit der Regisseurin Halina Reijn
- First Look Featurette (1 min)
- Featurette Nicole Kidman (1 min)
- Interview Nicole Kidman & Halina Reijn (5 min)
- Pressekonferenz (19 min)
- 5 deleted Scenes (8 min)
- Jeweils 2 eng. und dt. Trailer zum Film
- Trailer zu 6 weiteren Titeln
- Wendecover
Ninas Filmwertung
Mit Nicole Kidman und Harris Dickinson attraktiv besetztes Erotikdrama über eine riskante Affäre zwischen einer erfolgreichen Unternehmerin und einem jungen Praktikanten.
- Babygirl - 30. April 2025
- The Outrun - 27. April 2025
- We Live in Time - 17. April 2025
- Der Doktor und das liebe Vieh – Staffel 5 - 12. April 2025
Leserwertung
Trailer
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Cast & Crew
Schauspieler: Antonio Banderas, Harris Dickinson, Nicole Kidman, Sophie Wilde
Musik: Cristobal Tapia de Veer
Produzent(en): David Hinojosa, Halina Reijn, Julia Oh