Begegnungen am Ende der Welt

© Polyband

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Begegnungen am Ende der Welt

Encounters at the End of the World

USA 2007

FSK: ohne Altersbegrenzung

Länge: ca. 101 Min.

Studio: Discovery Films

Vertrieb: Polyband

Filmzine-Review vom 20.12.2010

77 Grad südlicher Breite, 166 Grad östlicher Länge, Jahresdurchschnittstemperatur -17°C: McMurdo, eine hässliche Forscher-Stadt mitten in der Antarktis. Was sind das für Menschen, die hier leben und arbeiten, hat sich Werner Herzog gefragt und machte sich mit einem Filmteam auf die Reise zum Südpol. Dort suchte er das Gespräch mit Robbenschützern, Tauchern, Vulkanologen, Klimawissenschaftlern, Biologen. Er wollte „nicht noch einen dieser Pinguin-Filme“ drehen, sagt Werner Herzog zu Beginn seiner Doku Begegnungen am Ende der Welt, und tatsächlich ist ihm ein starkes, eigenwilliges Porträt dieser unwirklichen und lebensfeindlichen Welt gelungen. Jeder hier hat seine eigene Geschichte und Herzog gewährt einen oft ironisch kommentierten Blick hinter die Kulissen eines der ungewöhnlichsten Arbeitsplätze der Welt. Dabei fängt er faszinierende Bilder ober- und unterhalb des ewigen Eises ein, einzig die chorale musikalische Untermalung wird auf Dauer etwas anstrengend.

Die Bonus-DVD enthält rund 3 Stunden Bonusmaterial – bei „Under the Ice“ und „Over the Ice“ handelt es sich um unkommentierte Aufnahmen eines Tauchgangs und eines Helikopterflugs, für die im Film kein Platz mehr war. Interessantestes Feature ist aber wohl die Aufzeichnung eines Interviews, das Schweigen der Lämmer-Regisseur Jonathan Demme mit Herzog 2008 im New Yorker Filmmuseum führte. Wer den Audiokommentar des Regisseurs bis zum Schluss hört, erfährt, dass Herzog seine Doku dem amerikanischen Kritiker-Papst Roger Ebert während dessen Krebserkrankung gewidmet hat, wofür dieser ihm mit einem langen, sehr persönlichen Brief dankte.

 

Ninas Filmwertung

Wo sich Robbe und Pinguin Gute Nacht sagen: Werner Herzogs Blick auf Begegnungen im ewigen Eis.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Polyband kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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