Borg/McEnroe

© Ascot Elite Home Entertainment

Borg/McEnroe – Duell zweier Gladiatoren

Schweden 2017

FSK: ab 0 Jahren

Länge: ca. 108 Min.

Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment

Filmzine-Review vom 12.03.2018

Wimbledon 1980: Favorit und Dauersieger Björn Borg (Sverrir Gudnason) ist vor einer erneuten Titelverteidigung matt und ausgebrannt. Der Champ quält sich durch die ersten Runden, wohl wissend, dass ihm John McEnroe (Shia LaBeouf), sein aufstrebender Konkurrent aus den USA, den großen Triumph streitig machen könnte…

Bevor ein gewisser Boris Becker mit seinem Sensationssieg 1985 in Wimbledon in Deutschland einen noch nie dagewesenen Tennis-Boom auslöste, sorgte ein anderer Spieler mit BB-Initialen auf dem heiligen Rasen regelmäßig für Begeisterungsstürme. Die Rede ist natürlich von Björn Borg, dem schwedischen Jahrhundert-Sportler, der das berühmteste Tennis-Turnier der Welt ab 1976 5-mal in Folge gewann. Borgs wohl größtes Match in Wimbledon war der Final-Krimi gegen John McEnroe im Jahr 1980, den der dänische Regisseur Janus Metz (Camp Armadillo) als Aufhänger für seinen gelungenen Sportfilm Borg/McEnroe verwendet. Wie in einem Thriller hebt sich der Film das packende Finale natürlich für den Schluss auf, vorher wird in erster Linie die Biografie von Björn Borg durchleuchtet. Dieser startet in der Jugend (im Film von Sohnemann Leo Borg gespielt) als rebellischer Rüpel, der von seinem Jugendtrainer Lennart Bergelin (Stellan Skarsgård) zum coolen Topspieler herangezogen wird und seine Gegner scheinbar ohne Emotionen in Grund und Boden spielte. Der spätere „Ice-Borg“ wird mit geradezu ansteckender Ruhe und verblüffender Ähnlichkeit von dem Schweden Sverrin Gudnason verkörpert. Für seinen großen Konkurrenten, den aufbrausenden, bei den englischen Zuschauern verhassten John „Superbrat“ McEnroe fand man mit Shia LaBeouf ebenfalls die perfekte Besetzung.

 

Blu-ray Extras:

  • Interview Zurich Film Festival 2017 (7 min)
  • Featurette (60 min)
  • Dt. Trailer & Originaltrailer
  • 2 Teaser
  • 3 Trailer zu weiteren Titeln
  • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Spannende, topbesetzte Mischung aus Sportfilm und Biopic.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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