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Eating You Alive

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Eating You Alive

USA 2018

FSK: ab 0 Jahren

Länge: ca. 104 Min.

Vertrieb: New KSM

Filmzine-Review vom 28.07.2019

Man muss kein großer Verschwörungstheoretiker sein, um zu erkennen, dass die Pharmaindustrie ordentlich Dreck am Stecken hat. Wie jeder andere Industriezweig auch muss sie profitorientiert arbeiten, da kann das Wohl des Patienten schonmal in Vergessenheit geraten. In den USA wird Medizinstudenten daher vermittelt, welches Medikament bei welchem Krankheitsbild zu verordnen ist. Der Schwerpunkt liegt auf der Therapie, wenn es eigentlich schon fast zu spät ist, anstatt auf Prävention und Aufklärung. Ernährungslehre? Fehlanzeige.

Genau diesen Missstand prangert die Dokumentation Eating You Alive an und lässt dabei sowohl Ärzte als auch Betroffene zu Wort kommen. Die Patienten vollzogen eine radikale Umstellung auf eine vegane Ernährung, verbannten alle tierischen Produkte aus ihrem Speiseplan. Mit faszinierenden Ergebnissen: Da werden Krebstumoren eliminiert, hunderte von Pfunden abgespeckt, Cholesterinspiegel drastisch gesenkt, Autoimmunerkrankungen wie Lupus geheilt, Blutwerte verbessert – und es wird geheult. Ohne Ende. Schließlich sind die meisten überraschenderweise dem Tod von der Schippe gesprungen. Die zerstückelten Interviews mit ständig wechselnden Teilnehmern werden einem aber in einem derart hohen Tempo um die Ohren gehauen, dass man gar keine Zeit hat, das Gesagte aufzunehmen, zu verstehen und zu verarbeiten. Hier wäre eine Entzerrung, vielleicht mit ein paar Grafiken oder bildlich dargestellten Fakten wünschenswert gewesen, um die Doku ansprechender und gleichzeitg seriöser und weniger reißerisch zu gestalten. Das hat Kip Andersen in What the Health deutlich besser hinbekommen. Eating You Alive kommt etwas altbacken und unkoordiniert daher. Dennoch hat die Doku das Herz am richtigen Fleck und das soll an dieser Stelle nicht verurteilt werden. Immerhin wird in den aktuellen Klimadiskussionen endlich auch die Massentierhaltung zunehmend als einer der Hauptfaktoren für den Klimawandel genannt. Als prominente Verfechter sind übrigens auch James Cameron und Samuel L. Jackson mit von der Partie, die von ihrer Überzeugung berichten.

 

Blu-ray Extras:

    • Dt. Trailer zum Film
    • Bildergalerie
    • Wendecover

 

Ninas Filmwertung

Trotz des wichtigen Themas kann die Machart dieser Doku nicht wirklich überzeugen.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Trailer

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