Elizabethtown

© Paramount Home Entertainment

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Elizabethtown

USA 2005

FSK: ohne Altersbegrenzung

Länge: ca. 119 Min.

Studio: Paramount Pictures

Vertrieb: Paramount Home Entertainment

Filmzine-Review vom 12.03.2006

Sportschuhdesigner Drew Baylor (Orlando Bloom) hat mit seinem neuesten Modell einen Flop gelandet, der seine Firma einen Verlust in Milliardenhöhe beschert. Als er vom Tod seines Vaters erfährt, muss er seine Suizidpläne erstmal auf Eis legen, und begibt sich zwecks Organisation der Beerdigung in die Provinz nach Elizabethtown. Auf dem Flug dorthin lernt er die kesse Stewardess Claire (Kirsten Dunst) kennen…

‚Wann geht’s denn endlich los?‘ wird sich mancher Kinozuschauer ungeduldig gefragt haben, denn Cameron Crowes Elizabethtown braucht fast eine ganze Stunde, um seinen Erzählrhythmus zu finden und einem die wohl beste Szene des Films zu präsentieren: das Telefonat zwischen Drew und Claire, das die ganze Nacht andauert und mit einem Treffen im Morgengrauen pünktlich zum Sonnenaufgang endet. Über die Art ihrer Beziehung und deren weitere Entwicklung sind sich die Figuren jedoch offensichtlich im Unklaren und schließlich ermutigt Claire Drew dazu, die Rückfahrt von Kentucky nach Oregon nicht per Flugzeug sondern allein mit dem Auto zu bestreiten (sie stattet ihn dazu mit einem minutiös durchkalkulierten Routenplan mit Zwischenstopps und passender Begleitmusik aus) und schickt ihn dabei gleichzeitig auf eine Reise zu sich selbst. Auf dieser Tour findet auch letztendlich die Asche von Drews Vater an diversen Orten ihre letzte Ruhe, denn immer, wenn es ihm irgendwo besonders gut gefällt, greift er einmal tief in die Urne, die während der Fahrt auf dem Beifahrersitz angeschnallt ist. Doch trotz dieser und anderer guter Sequenzen wird man das Gefühl nicht los, Crowe habe versucht, mindestens 3 Filme (die Heimkehr aus der Großstadt ins Provinznest, die Love-Story und das Road-Movie) in einen zu packen und im Gewirr mehrmals den Faden verloren. Für den Final Cut kürzte der Regisseur die eindeutig stärkere zweite Hälfte um fast 20 Minuten – höchstwahrscheinlich wäre auch eine Raffung der weitgehend ereignislosen und eher langweiligen ersten 50 Minuten kein unkluger Schachzug gewesen.

Die DVD aus dem Hause Paramount hat nicht gerade viel zu bieten: ein paar mit Musik unterlegte und unkommentierte Aufnahmen von Proben, Dreharbeiten und Crew-Mitgliedern, sowie ein 7-minütiges Feature, in dem der echte Barkeeper von ‚Ernestine and Hazel’s‘ in Memphis ein paar Anekdötchen zum Besten gibt.

 

Ninas Filmwertung

Zu viele Handlungsansätze, zu wenig ausgearbeitet – schade um die verschenkten Möglichkeiten.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Paramount Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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