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Rental Family

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Rental Family

USA/Japan 2025

FSK: ab 0 Jahren

Länge: ca. 110 Min.

Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment (LEONINE)

VÖ-Datum: 27.03.2026

Filmzine-Review vom 13.04.2026

US-Schauspieler Phillip Vanderploeg (Brendan Fraser) hält sich in Tokio mit eher bescheidenen Aufträgen für Werbespots über Wasser, als er von einer Agentur für Leihfamilien angeheuert wird. Fortan spielt er beispielsweise trauernde Hinterbliebene oder einen Alibi-Bräutigam für eine lesbische Japanerin, die ihre Familie nicht enttäuschen will. Sein neuester Auftrag führt ihn zu einer Mutter, die einen Kindesvater an ihrer Seite braucht, damit ihre Tochter auf einer renommierten Privatschule angenommen wird. Je mehr Zeit er mit Tochter Mia verbringt, desto stärker plagt ihn sein schlechtes Gewissen, weil sich das Mädchen so sehr über den endlich heimgekehrten Vater freut, er sie aber in absehbarer Zeit wieder verlassen muss. Phillip muss für sich einen Weg finden, mit seinem neuen Aufgabengebiet verantwortungsvoll umzugehen und seine Tätigkeit mit seinen Moralvorstellungen zu vereinbaren…

Im Zentrum von Rental Family steht der Alltag in einer japanischen Leihfamilien-Agentur, bei denen Menschen gegen Bezahlung familiäre Rollen übernehmen. Ein Konzept, das für das europäische Verständnis von familiärer Nähe recht befremdlich wirkt. Regisseurin Hikari beleuchtet die Thematik sensibel und differenziert und lotet dabei die moralischen Grauzonen des Geschäftsmodells aus. Was bedeutet Familie wirklich? Kann Nähe gebucht werden, ohne an Authentizität zu verlieren? Einfache Antworten liefert der Film nicht, alle Beteiligten finden im Laufe der Geschichte heraus, womit sie sich wohlfühlen und wo für sie die Grenzen liegen. Wie schon in The Whale trägt Brendan Fraser den Film mit einer zurückgenommenen, fein nuancierten Performance. Seine Figur bewegt sich zwischen professioneller Distanz und echter emotionaler Nähe, und genau in diesem Spannungsfeld entfaltet sich die eigentliche Stärke des Films. Statt in platte Rührseligkeit abzudriften, bleibt Rental Family bemerkenswert geerdet und warmherzig.

 

Blu-ray Extras:

    • Rental Family enthüllt (11 min)
    • 9 gelöschte/erweiterte Szenen (17 min)

 

Ninas Filmwertung

Warmherziges Drama, das mit feinem Gespür für zwischenmenschliche Nuancen ein für Europäer ungewohntes Konzept zugänglich macht.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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