Enduring Love

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Enduring Love

GB 2004

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 96 Min.

Studio: Film Four

Vertrieb: Highlight

Filmzine-Review vom 16.08.2006

Bei einem Picknick im Grünen werden Joe (Daniel Craig) und Claire plötzlich Zeuge eines Heißluftballonunglücks: ein kleiner Junge befindet sich in der Gondel, doch die zu Hilfe eilenden Männer können den Ballon nicht am Boden halten, einer nach dem anderen lässt das Seil los – bis auf einen Mann, der am Seil hängend in die Luft gerissen wird, bis er irgendwann nicht mehr halten kann und hunderte Meter in die Tiefe stürzt. Joe kann den schrecklichen Unfall nicht vergessen und wird von quälenden Schuldgefühlen geplagt. Zudem taucht plötzlich überall der unsympathische Jed, ein weiterer Zeuge des Unfalls, auf und scheint ihn zu verfolgen…

Während der deutsche Titel des Romans von Ian McEwan „Liebeswahn“ lautet, wurde für den Film auch im Deutschen der clevere zweideutige Titel Enduring Love beibehalten. Könnte man zunächst noch annehmen, es handele sich um eine Geschichte über die ewige, immerwährende Liebe, wird mit fortschreitender Handlung schon bald klar, dass es auch oder eigentlich vielmehr darum geht, dass jemand die (krankhafte) Liebe eines anderen tatsächlich ertragen muss. Die sehr schön fotografierte Eingangssequenz mit einem knallroten Ballon auf saftig grüner Wiese vor strahlend blauem Himmel steht in bizarrem Gegensatz zu dem, was dort eigentlich gerade geschieht und entwickelt so eine ganz eigene Atmosphäre. Leider kann Regisseur Roger Mitchell die geschürten Erwartungen dieser außergewöhnlichen Szene im weiteren Verlauf nicht ganz halten. Rhys Ifans meistert seine Rolle des unangenehmen Jesus-Freaks, der sich plötzlich als psychopatischer Stalker entpuppt, zwar mit Bravour, doch der restliche Cast – darunter so fähige Leute wie Bill Nighy und Samantha Morton – bleibt erschreckend blass. Alles, was sich neben dem gelungen inszenierten Katz-und-Maus-Spiel von Jed und Joe abspielt wirkt leider etwas konstruiert.

Neben ein paar kleinen Features mit Infos rund um den Dreh sowie Interviews, darf der Audiokommentar mit dem Regisseur und dem Produzenten wohl als wichtigstes Extra betrachtet werden. Die technischen Werte der DVD-Premiere können sich sehen und hören lassen.

 

Ninas Filmwertung

Nach einer vielversprechenden Einleitung geht dem Film etwas die Luft aus, als kleiner Thriller dennoch sehenswert.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Highlight kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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