JFK – Tatort Dallas (Director’s Cut)

© 20th Century Fox Home Entertainment

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JFK – Tatort Dallas (Director’s Cut)

JFK

USA 1991

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 206 Min.

Studio: Warner Bros.

Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment

Filmzine-Review vom 18.11.2013

Am 22. November 1963 wird der amerikanische Präsident John F. Kennedy auf einer Fahrt durch Dallas erschossen. Der Täter, Lee Harvey Oswald (Gary Oldman) wird schnell gefasst und der Fall scheint geklärt zu sein. Nicht jedoch für den idealistischen Bezirksstaatsanwalt von New Orleans, Jim Garrson (Kevin Costner). Er führt eigene Ermittlungen in Sachen Präsidentenmord durch und stellt die Ergebnisse der offiziellen Warren-Untersuchungskommission in Frage…

Das Attentat auf John F. Kennedy ist sicherlich eines der schwärzesten Kapitel in der jüngeren amerikanischen Geschichte. Insbesondere die Täterfrage spaltete die Nation. War es mit Lee Harvey Oswald wirklich ein Einzeltäter oder handelte es doch um eine gigantische Verschwörung von CIA, FBI, höchsten Regierungskreisen und sogar der Mafia? Oliver Stone macht in seiner brisanten filmischen Aufarbeitung deutlich, dass er vehementer Verfechter der Verschwörungstheorie ist. Dabei wird es dem Zuschauer nicht einfach gemacht, eine andere Meinung zu vertreten, und das, obwohl Stone immer wieder Fakten und Hypothesen miteinander vermischt. Besonders die offizielle Schusstheorie der Warren-Kommission wird hier eindrucksvoll demontiert und lässt nach Garrison definitiv auf mehrere Schützen schließen. Der historische Amateurfilm von Abraham Zapruder, der den Mord aus nächster Entfernung festhielt, dient dabei als wichtigstes Beweismittel. Leider werden erst im Jahre 2038 die im Pentagon gelagerten geheimen Unterlagen zum Kennedy-Fall veröffentlicht, da stellt sich zwangsläufig die Frage, ob die Regierung nicht doch etwas zu verheimlichen hat….

Pünktlich zum 50. Todestag des Präsidenten erscheint JFK – Tatort Dallas hierzulande erstmalig als Blu-ray. Der erste technische Eindruck ist zunächst nicht besonders überwältigend: Das Bild ist extrem weich gezeichnet und wirkt ziemlich flach. Erst nach einer guten halben Stunde sind Fortschritte in Sachen Schärfe und Detailgenauigkeit zu erkennen. Der HD-Sound liegt nur in der Originalfassung vor, der deutsche Ton (DTS 2.0) bietet allenfalls mäßige Akkustik. Die Extras der BD sind in großen Teilen schon von der DVD bekannt (Audiokommentar mit Oliver Stone, Deleted Scenes, 2 Multimedia Essays). Neu dabei und eine echte Bereicherung: Die 90-minütige Doku \“Fakten und Verschwörungstheorien\“, die zwar einige Thesen des Films wiederholt, dabei aber auch etliche Zeitzeugen zu Wort kommen lässt. Wem das noch nicht reicht, sollte einen Blick auf die edle \“Ultimate Collector’s Edition\“ (Import) werfen.

 

Marcs Filmwertung

Zum 50. Todestag erscheint Oliver Stones nach wie vor packende Geschichtsstunde zum ersten Mal als Blu-ray.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb 20th Century Fox Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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