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Nachbeben

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Nachbeben

Det andet offer

Dänemark 2025

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 94 Min.

Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment

VÖ-Datum: bereits erhältlich

Filmzine-Review vom 03.10.2026

Die erfahrene Neurologin Alex (Özlem Saglanmak) arbeitet in einem unterbesetzten Kopenhagener Krankenhaus, in dem ein Notfall den nächsten jagt. Als sie den 18-jährigen Oliver nach einer kurzen Untersuchung nach Hause schicken lässt, scheint zunächst alles in Ordnung. Doch wenig später bricht der Jugendliche zusammen und fällt ins Koma. Während seine Mutter (Trine Dyrholm) verzweifelt um sein Leben bangt, beginnt Alex an ihrer eigenen Einschätzung und ihrem Selbstverständnis als Ärztin zu zweifeln…

Mit ihrem Spielfilmdebüt Nachbeben gelingt der dänischen Regisseurin Zinnini Elkington ein intensives Drama über die psychischen Folgen medizinischer Fehler und die Grenzen menschlicher Belastbarkeit. In einer einzigen Schicht verdichtet sie den Alltag eines Gesundheitssystems, in dem chronischer Personalmangel und permanenter Zeitdruck an der Tagesordnung sind. Die bewegliche Handkamera und der schnelle Schnitt erzeugen eine nervöse Dynamik, die das Publikum unmittelbar in die Hektik des Klinikbetriebs hineinzieht. Damit erinnert das Werk an den deutsch-schweizerischen Beitrag Heldin von Petra Volpe. Allerdings steht bei „Nachbeben“ dann nach dem chaotisch-trubeligen Auftakt nur ein Fall im Zentrum des Geschehens. Der dänische Titel „Det andet offer“ bedeutet „Das zweite Opfer“ und spielt auf das sogenannte Second-Victim-Phänomen an, also die psychische und emotionale Belastung von medizinischem Personal nach schweren Zwischenfällen in der Patientenversorgung. Hin und wieder übersteigert Elkington die Dramatik und verknüpft zu viele Wendungen miteinander. Dennoch überzeugt Nachbeben durch seine beklemmende Intensität und seinen differenzierten Blick auf ein System, das selbst engagierte Fachkräfte an ihre Grenzen bringt.

 

Blu-ray Extras:

    • 5 Trailer zu weiteren Filmen
    • Wendecover

 

Ninas Filmwertung

Ein aufwühlender Film, der lange nachhallt und zum Nachdenken über Verantwortung und menschliche Fehlbarkeit anregt.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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