Harsh Times – Leben am Limit

© Splendid Entertainment

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Harsh Times – Leben am Limit

Harsh Times

USA 2005

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 111 Min.

Studio: MGM

Vertrieb: Splendid Entertainment

Filmzine-Review vom 11.07.2007

Der traumatisierte Ex-Soldat Jim (Christian Bale) versucht wieder Fuß zu fassen und bewirbt sich
bei der LAPD. Sein Kumpel Mike (Freddy Rodriguez) ist momentan ebenfalls ohne Job.
Gemeinsam hängen sie auf den Straßen von South Central Los Angeles ab und schlagen die Zeit
mit Biertrinken, Kiffen und kleinen kriminellen Geschäften tot. Als Jim jedoch von der
Schwangerschaft seiner mexikanischen Freundin erfährt, sieht er rot…

Nach seinem Drehbuch zum preisgekrönten Training Day setzt sich David Ayer in
Harsh Times – Leben am Limit erstmals selbst auf den Regiestuhl. Das Ergebnis ist eine
packende Mischung aus urbanem Drama und bösem Ghetto-Thriller. Die erste Hälfte beginnt dabei
noch relativ harmlos. In bester Cheech und Chong-Manier gammeln Jim und Mike durch den
Tag. Um Mikes hochmotivierte Freundin Sylvia (Eva Longoria) zu beruhigen, fingieren die beiden auf
dem heimischen AB sogar Nachrichten von vermeintlichen Einladungen zu Bewerbungsgesprächen
– ein Running Gag mit bitterem Ende. Als im weiteren Verlauf klar wird, dass Jim sich langsam
aber sicher in eine wandelne Zeitbombe verwandelt, wird der Grundton zusehends düsterer. Christian
Bale beweist dabei einmal mehr, dass er zu den bemerkenswertesten Schauspielern seiner
Generation gehört. Dank seiner unglaublich intensiven Leinwandpräsenz schafft er es sogar, seiner
psychopathisch-jähzornigen Macho-Figur Mitleid abzuringen. Gegen diesen Schauspiel-Kraftakt
haben sein Gegenüber Freddy Rodriguez (aus Six Feet Under) und Eva Longoria nicht den
Hauch einer Chance.

Bei der DVD von Splendid fehlen leider der Audiokommentar und die Deleted Scenes der
US-Ausgabe. Angeboten wird lediglich ein durchschnittlich interessantes Making of, das aber
zumindest mit einigen ehrlichen Aussagen des Regisseurs garniert ist, der mit dem Film in
kommerzieller Hinsicht ziemlich auf die Nase gefallen ist. Von der deutschen Synchro sollte man
tunlichst die Finger lassen, der authentische Gang-Slang aus der Originalfassung wirkt zu großen
Teilen peinlich.

 

Marcs Filmwertung

Packende DVD-Premiere mit einem beängstigend guten Christian Bale.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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Leserwertung

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Splendid Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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