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On Swift Horses

©2025 LEONINE Studios

On Swift Horses

USA 2024

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 120 Min.

Vertrieb: LEONINE

VÖ-Datum: 12.09.2025

Filmzine-Review vom 10.09.2025

Amerika in den 50er Jahren. Muriel (Daisy Edgar-Jones) verlässt etwas widerwillig ihr Elternhaus in Kansas, um dem Traum ihres Mannes Lee (Will Poulter) folgend in Kalifornien ein neues Leben zu beginnen. Auch Lees Bruder Julius (Jacob Elordi) soll mit von der Partie sein. Das junge Paar findet schnell Arbeit, kauft ein kleines Haus – nur auf Julius warten sie vergeblich. Den charmanten Lebenskünstler zieht es nach Las Vegas, wo er als Aufsicht im Casino Poker-Betrüger enttarnen soll. Dort lernt er Henry (Diego Calva) kennen – und lieben. Muriel fühlt sich derweil zunehmend unwohl und eingeengt. Sie geht heimlich zum Pferderennen und spart das gewonnen Geld ohne das Wissen von Lee. Außerdem fühlt sie sich zu ihrer Nachbarin Sandra (Sasha Calle) hingezogen. Vielleicht hält das Leben doch noch mehr für sie bereit …?

Wie man es aufgrund des eleganten Titels schon erahnen kann, basiert On Swift Horses auf einer Romanvorlage, nämlich auf dem gefeierten Debütroman von Shannon Pufahl. Regisseur Daniel Minahan, der sich bisher überwiegend an Serien wie House of Cards, Homeland, Ray Donovan und Game of Thrones mitgewirkt hat, transportiert die Auf- und Umbruchstimmung der damaligen Zeit als Spiel zwischen Versteck und Enthüllung, zwischen Sehnsucht und dem Entfremdung. Über den bodenständigen Lee erfährt man so gut wie gar nichts – er arbeitet, ist fleißig und grundanständig – was wiederum unterstreicht, warum Muriel sich mit ihm langweilt. Viel interessanter ist da natürlich ihr Schwager, der charismatische Bad Boy, den eine knisternde Aura umgibt, die Muriel fasziniert. Doch auch in der Interaktion mit anderen Frauen mit gänzlich konträren und so viel aufregenderen Lebensentwürfen findet sie neue Impulse. Und so verändert sich die Beziehung des Paares mit der Zeit so fundamental, dass irgendwann nichts mehr zusammenpasst. Minahan setzt für sein ruhiges Werk auf Atmosphäre statt auf Tempo. Oft wirken die Szenen wie zufällige Erinnerungsfetzen, aus denen sich nach und nach ein Bild zusammensetzt. Mit Daisy Edgar-Jones (Normal People), Jacob Elordi (Saltburn, Priscilla) und Will Poulter (The Bear) ist das verträumte Drama zudem äußerst sehenswert und hochkarätig besetzt.

Blu-ray Extras:

    • Trailer zum Film
    • Trailer zu 3 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Ninas Filmwertung

Atmosphärisch erzähltes Drama über die Suche nach Freiheit und Selbstverwirklichung vor dem Hintergrund der Aufbruchstimmung der 50er Jahre.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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