Operation: Overlord

© Universal Pictures Home Entertainment

Operation: Overlord

USA 2018

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 105 Min.

Vertrieb: Universal Pictures Home Entertainment

Filmzine-Review vom 22.03.2019

06. Juni 1944, D-Day: Ein Trupp der 101st Airborne Division soll während der alliierten Invasion an der Küste der Normandie hinter den feindlichen Linien eine strategisch wichtige deutsche Funkstation in der Kirche eines kleinen Dorfes zerstören. Arg dezimiert gelangen die Amerikaner um Anführer Ford (Wyatt Russell) mit Hilfe der Französin Chloe (Mathilde Ollivier) unbemerkt in das Dorf. Fallschirmjäger Boyce (Jovan Adepo) entdeckt dann per Zufall, dass die SS im Gewölbe der Kirche ein Forschungslabor eingerichtet hat, in dem es von Nazis nur so wimmelt. In geheimen Experimenten sollen offensichtlich übermenschliche Supersoldaten herangezüchtet werden…

Nach einem Entwurf von Hollywood-Hitgarant J.J. Abrams zimmerten Drehbuchautor und Regisseur Julius Avery in Operation: Overlord einen kruden aber effektiven Mix aus knallharter Kriegsaction und sehr blutigem Horrorfilm zusammen. Der fulminante Start mit einer beeindruckenden „Flugzeug-unter-Flakbeschuss-Szene“ lässt zumächst Erinnerungen an unverwüstliche Haudegen-Klassiker wie Agenten sterben einsam oder aber Das dreckige Dutzend hochkommen, in denen zahlenmäßig unterlegene Himmelsfahrtskommandos es mit Horden von Nazis aufnehmen (deren Wortschatz wie gehabt aus „Halt-Schnell-Achtung“ besteht). In der zweiten Hälfte kippt das Spektakel dann unvermittelt in Richtung „Mad Scientist Horror“ mit durchgeknallten Forschern, die tote Soldaten wieder zum Leben erwecken. Hier müht sich der Däne Pilot Asbæk als abgrundtief niederträchtiger Oberbösewicht nach Kräften, doch zu mehr als den üblichen Filmnazi-Klischees reicht es nicht. Das Monster-Finale in den Katakomben dreht ohne Frage an den Spannungsschrauben, nur nimmt sich das absurde Szenario einen Tick zu ernst. Wenn sich die Macher von Operation: Overlord schon so offensichtlich die Wolfenstein-Shooter zum Vorbild genommen haben, hätte man vielleicht auch den makaberen Humor der berüchtigten Games übernehmen sollen.

 

Blu-ray Extras:

    • Die Schrecken des Krieges: Schöpfung (11 min)
    • Die Schrecken des Krieges: Kein Tod mehr (12 min)

 

Marcs Filmwertung

Kruder aber effektiver Mix aus knallharter Nazi-Kriegsaction und sehr blutigem Horrorfilm.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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