Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat

© 20th Century Fox Home Entertainment

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Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat

Valkyrie

USA 2008

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 115 Min.

Studio: MGM | United Artists

Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment

Filmzine-Review vom 29.07.2009

Deutschland 1943: Schwer verletzt kehrt Oberst Claus Schenk von Stauffenberg (Tom Cruise)

vom Nordafrika-Feldzug zurück. Angewidert von der Vernichtungspolitik Hitlers schließt

Stauffenberg sich einer hochrangigen Verschwörer-Gruppe an. Mit der Operation

Walküre soll der Diktator getötet und die Nazis entmächtigt werden. Tatsächlich kann der

Offizier am 20. Julli 1944 während einer Lagebesprechung einen Sprengsatz im Führerquartier

Wolfsschanze zünden, doch Hitler überlebt wie durch ein Wunder das Attentat…

Als die Nachricht von einer teuren Hollywood-Verfilmung über den deutschen

Vorzeigehelden der Widerstandsbewegung gegen Hitler die Runde machte, überschlugen sich

in den nächsten Tagen die Zeitungen mit heftigen Debatten. Ausgerechnet Scientology-Mitglied

Tom Cruise wurde für die Hauptrolle auserkoren. Und während Oscar-Regisseur Florian Henckel

von Donnersmarck ein Plädoyer für Cruise hielt, sprach sich einer der Söhne Stauffenbergs

gegen Cruise aus. Doch damit nicht genug, am Set in Berlin passierte der eine oder andere

Unfall, es musste nachgedreht werden und dann gab’s ja auch noch die leidige Diskussion über

die Dreherlaubnis im Bendlerblock, die erst nach Intervention des Verteidigungsministeriums

genehmigt wurde. Ein Wunder also, dass Regisseur Byran Singer unter diesen widrigen

Umständen letztendlich ein im positiven Sinne altmodischer und hochspannender

Geschichts-Thriller gelungen ist. Das Drehbuch von Christopher McQuarrie (mit dem Singer

auch für Die üblichen Verdächtigen kooperierte) lässt den komplexen

Verschwörungs-Plot historisch akkurat erscheinen und nimmt sich im Gegensatz zu so vielen

Hollywood-Produktionen keine großen Freiheiten heraus. Cruise hält sich darstellerisch

angenehm zurück und vertraut auf die Kraft eines wahrlich beeindruckenden, in erster Linie aus

britischen Top-Darstellern bestehenden Ensembles. Hier und da hätte man sich gerne größere

Rollen der wenigen deutschen Darsteller gewünscht, doch mit Ausnahme von Christian Berkel

und Thomas Kretschmann bleibt es bei Mini-Auftritten.

Auch die DVD kann die Erwartungen durchaus erfüllen: Neben zwei Audiokommentaren,

(u.a. mit Singer, Cruise und McQuarrie) und einem passablen Making of überzeugt

insbesondere die ausführliche Dokumentation über \“Das Vermächtnis des deutschen

Widerstandes\“ mit vielen Zitaten aus der Stauffenberg-Familie.

 

Marcs Filmwertung

Auch wenn man weiß, wie es ausgeht: sehr spannender und professioneller Thriller über Stauffenberg und die Drahtzieher des 20. Juli.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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