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Pig

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Pig

USA 2021

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 96  Min.

Vertrieb: LEONINE

Filmzine-Review vom 29.11.2021

Aussteiger Rob (Nicolas Cage) lebt mit seinem Trüffelschwein „Pig“ in einer kargen Hütte in den Wäldern, weit weg von der Zivilisation. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt ist der junge Städter Amir (Alex Wolff), der Rob mit Alltagsutensilien versorgt und dessen kostbare Pilze weiter an Luxusrestaurants in Portland verkauft. Als das Schwein nachts von Fremden entführt wird, ist es vorbei mit dem Einsiedlerdasein. Widerwillig und mit zerbeultem Gesicht fährt Rob mit Amir nach Portland, um „Pig“ wiederzufinden. Es beginnt eine Reise in die eigene Vergangenheit…

In den letzten Jahren hat sich Nicolas Cage in erster Linie einen Namen als vielbeschäftigter Darsteller gemacht, der jede noch so grenzdebile Drehbuch-Rolle angenommen hat. In der Regel war unter 10 Werken maximal ein brauchbarer Auftritt dabei. Dieser hatte es dann aber auch gerne in sich: Siehe Die Farbe aus dem All und natürlich der durchgeknallte Horror-Trip Mandy. Mit Pig zeigt sich Cage glücklicherweise wieder in Bestform. Ganz ohne sein oft manisches Overacting liefert der einstige Oscarpreisträger eine melancholische und zugleich tiefgründige Charakterstudie eines gebrochenen Mannes, der sich nach Jahren der Einsamkeit zurück in die Welt wagt. Mit einem schnell runtergekurbelten Rache-Thriller, „Taken with Bacon“ wie einige britische Zeitungen nach Ansicht des Trailers vermuteten, hat der nachdenkliche Film von Michael Sarnoskis, der sich nicht 100%ig einem Genre zuordnen lässt, wenig zu tun. Definitiv eine schöne Überraschung zum Ende des Filmjahres 2021, mit einem Finale zwischen dem gebrochenen Helden und einem Nobel-Restaurant-Betreiber (Adam Koch) der Portlander Foodie-Szene, das nicht so verläuft, wie man es sich vorstellt.

 

Blu-ray Extras:

    • Dt. Trailer zum Film
    • Trailer zu 6 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Ein Mann sucht sein Schwein: Melancholische, tiefgründige Charakterstudie eines gebrochenen Mannes mit Nicolas Cage in bestechender Form.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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