© Bildmaterial Sony Pictures Entertainment

Searching

© Sony Pictures Entertainment

Searching

USA 2018

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 103 Min.

Vertrieb: Sony Pictures Entertainment

Filmzine-Review vom 04.02.2019

Davids 16-jährige Tochter Margot kommt eines Abends nicht nach Hause. Mit Unterstützung der Polizistin Detective Vick (Debra Messing) versucht David Kim (John Cho) die letzten Schritte von Margot nachzuvollziehen. Seine Recherchen in sämtlichen Online-Profilen und Chat-Verläufen sowie die Befragung ihrer Schulkameraden fördern immer mehr Überraschungen und Ungereimtheiten zutage. Mittlerweile wächst auch das Medieninteresse an dem Fall, doch Margot bleibt verschwunden – und David ist langsam mit seinem Latein am Ende…

Mein Teenager, das unbekannte Wesen – der junge Regisseur Aneesh Chaganty thematisiert in Searching die durch zunehmende Digitalisierung begünstigte Entfremdung zwischen Eltern und Kindern. Im Fall der Kims wird die Situation durch den frühen Tod der Mutter noch verschärft. Der Clou an Searching: Der Thriller spielt sich ausschließlich über Handy- und Laptop-Kameras (später auch Fernsehkameras) ab. Für die deutsche Version (sowie für einige andere Märkte) wurde ein Heidenaufwand betrieben: sämtliche Websites, Artikel, Textnachrichten, Programme und Apps wurden übersetzt. Das Konzept geht auf, weil wir alle mit diesen Oberflächen und Tools vertraut sind und sich jeder tagtäglich ebenso souverän in dieser digitalen Welt bewegt wie David. Chaganty legt etliche falsche Fährten, schürt falsche Hoffnungen und zieht zur Auflösung noch einen fetten Twist aus dem Hut. Man könnte meinen, so ein Klick-Thriller sei öde und unpersönlich, doch Searching ist mit seinem gekonnt aufgebauten Spannungsbogen jederzeit originell und packend. In den Extras sinnieren die Macher darüber, wie sie die Filmsprache revolutioniert und quasi neu geschrieben haben. Allerdings dürfte klar sein, dass sich dieses Konzept nicht beliebig oft wiederholen lässt und wesentlich schneller altert als andere Erzählstile. Für die vorliegende Story wirkt es jedoch natürlich und gänzlich ungezwungen.

Blu-ray Extras:

    • Audiokommentar des Regisseurs
    • Eine andere Richtung der Filmsprache einschlagen (11 min)
    • Benutzername aktualisieren: Die Schauspieler und Charaktere (8 min)
    • Auf der Suche nach Easter Eggs
    • Trailer zu 3 weiteren Titeln

 

Ninas Filmwertung

Konsequent inszenierter und äußerst spannender Desktop-Thriller, der bis zur letzten Minute überrascht.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Leserwertung

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[Gesamt:6    Durchschnitt: 4.3/5]

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