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Sisu: Road to Revenge

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Sisu: Road to Revenge

Sisu 2

Finnland / Estland / USA 2025

FSK: ab 18 Jahren

Länge: ca. 89 Min.

Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment (PLAION)

VÖ-Datum: bereits erhältlich

Filmzine-Review vom 02.03.2026

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs will Aatami (Jorma Tommila) nach dem Verlust seiner Familie die schreckliche Zeit endlich hinter sich lassen. Der Finne reist in seine alte Heimat und möchte sein Haus, das aufgrund der Grenzverschiebung nun auf russicher Seite steht, samt aller Holzbalken an einem sicheren Ort neu aufbauen. Die russische Armee ist von seinem Grenzübertritt wenig begeistert. Nachdem er die ersten Soldaten noch mühelos aus dem Weg räumen kann, schickt ihm die Rote Armee ausgerechnet jenen brutalen Kommandeur (Stephen Lang) auf den Hals, der auch Aatamis Familie auf dem Gewissen hat…

Nach dem doch etwas überraschenden Erfolg des ersten Teils, in dem sich der schweigsame Finne noch mit goldgierigen Nazi-Schergen angelegt hat, trifft er nun in der unvermeidlichen Fortsetzung Sisu: Road to Revenge auf finstere russische Truppen. Wie schon in Part 1 setzt der finnische Filmemacher Jalmari Helander (Rare Export) das mit wilden Zufällen angereicherte Kriegsgemetzel mit pechschwarzem Humor in Szene. Dank eines offensichtlich größeren Budgets sieht die brutale Verfolgungsjagd jetzt noch ein bisschen professioneller und hochwertiger aus und in seinen besten Momenten zitiert das aberwitzige Actionspektakel Genre-Meilensteine wie die Mad Max-Reihe. Das gilt besonders für die rasant inszenierte LKW-Verfolgungsjagd in der erste Hälfte, die wirklich keine Wünsche offenlässt und das Gaspedal bis zum Anschlag durchtritt. Selbst ein angreifendes Kriegsflugzeug stellt für den finnischen Rächer nicht wirklich ein Problem dar. In der zweiten Hälfte und im überdrehten Finale übernehmen dann leider statt knallharter Stunts der alten Schule halbgare CGI-Effekte das Ruder und verwässern ein wenig den Gesamteindruck. Als un­kaputtbarer Einzelkämpfer spielt Jorma Tommila auch ohne Dialoge die Rolle seines Lebens und trifft mit Avatar-Bösewicht Stephen Lang auf einen (fast) ähnlich rücksichtslosen Gegenspieler. Regisseur Jalmari Helander bleibt derweil dem Genre treu: Er wird demnächst ein wahrscheinlich nicht minder ultrabrutales Rambo-Prequel inszenieren.

 

Blu-ray Extras:

    • Upping the Ante (3 min)
    • Alternatives Ende (1 min)
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Der finnische Rambo ist einfach nicht kleinzukriegen: Ultrabrutales Rachegemetzel, das sich zum Glück nicht allzu ernst nimmt.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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