© Bildmaterial © PHOTO SHANNA BESSON © 2025 LBP - EUROPACORP - TF1 FILMS PRODUCTION - SND/ LEONINE Studios

Dracula

© LEONINE

Dracula – Die Auferstehung

Dracula: A Love Tale

Frankreich / Finnland / Großbritannien 2025

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 129 Min.

Vertrieb: LEONINE

VÖ-Datum: bereits erhältlich

Filmzine-Review vom 27.02.2026

Während der rumänische Karpatenfürst Vladimir (Caleb Landry Jones) den anrückenden ottomanischen Truppen die Stirn bietet, wird seine geliebte Frau Elisabeta (Zoe Bleu) Opfer eines Anschlags. Als Strafe für seine gottlose Trauer um den Tod seiner großen Liebe wird er zum Untoten verdammt. Fortan durchstreift er als Graf Dracula die Welt, immer auf der Suche nach einer Frau, die die Reinkarnation seiner verlorenen Liebe sein könnte. Nach 400 Jahren scheint er sie in der Verlobten von seinem Landverwalter Jonathan Harker (Ewens Abid) wiedergefunden zu haben. Dracula reist nach Paris, um Mina (ebenfalls Zoe Bleu) den Hof zu machen…

Nachdem letztes Jahr bereits Robert Eggers Nosferatu ein weiteres Mal für die Leinwand wiederbelebt hat, folgt nun der einstige französische Kultregisseur mit einer weiteren Dracula-Version. Bessons Fassung orientiert sich weniger am berühmten Roman von Bram Stoker, sondern an Francis Ford Coppolas prachtvoller Neuinterpretation aus den 90er Jahren. Die Parallelen sind teilweise so offensichtlich, dass Dracula – Die Auferstehung fast schon wie ein Remake der Coppola-Version wirkt. Besson strukturiert Draculas Hintergrundgeschichte im zweiten Akt, in der er in verschiedenen extravaganten Kostümen um die Welt reist, mit sicherer Hand und scheut sich nicht, einige komödiantische Momente einzubauen – wie zum Beispiel die wiederholten und vergeblichen Selbstmordversuche des Grafen nach Elisabetas Tod oder aber die Parfüm-Episode im Florenz des 18. Jahrhunderts. Caleb Landry Jones, mit dem Besson schon vor Kurzem bei Dogman zusammengearbeitet hat, ist als Fürst der Finsternis passabel, kann aber Gary Oldman nicht das Wasser reichen. Besser macht es Christoph Waltz als Van Helsing-Verschnitt, der sich 1889 anlässlich der Feierlichkeiten zum hundertjährigen Jubiläum der Französischen Revolution in Paris wiederfindet. Der Rest der Besetzung geht eher unter, auch Zoe Bleu (die Tochter von Rosanna Arquette) in der Doppelrolle als Elisabeta/Mina. Visuell ist Dracula – Die Auferstehung wie eigentlich fast immer bei Besson durchaus ansprechend und opulent, allerdings mit einer skurrilen Ausnahme: Anstelle der klassischen drei Vampirbräute aus Bram Stokers Roman verwendet er kleine, steinerne, koboldartige Wesen, die im Schloss über Wände und Decken huschen und als Draculas Diener fungieren – keine schlechte Idee, aber leider sind die CGI-Gargoyles dermaßen schlecht animiert, dass man am liebsten vorspulen würde. Auch einige andere bizarre Details, etwa eine Einstellung, die offenbar eine Landgrenze zwischen Frankreich und Rumänien zeigt, sorgen für Stirnrunzeln.

 

Blu-ray Extras:

    • Directing Dracula (2 min)
    • Becoming Dracula (2 min)
    • The Music of Dracula (2 min)
    • Interview mit Luc Besson (27 min)
    • B-Roll (14 min)
    • Kinotrailer
    • Trailer zu 4 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Luc Besson inszeniert die berühmte Vampirfigur als tragischen Liebeshelden. Visuell ansprechend und durchaus unterhaltsam, aber kein Vergleich zum Coppola-Meisterwerk.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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