Somersault

© Paramount Home Entertainment

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Somersault

Australien 2004

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 102 Min.

Studio: Paramount Pictures

Vertrieb: Paramount Home Entertainment

Filmzine-Review vom 14.11.2005

Nachdem Heidi (Abbie Cornish) beim Knutschen mit dem Freund ihrer Mutter erwischt wird, haut die 16-Jährige von zu Hause ab. In einem unattraktiven Skiort schnorrt sie sich durch, findet einen Job in einer Tankstelle, Unterschlupf in einem schmuddeligen Motel und nach einigen One-Night-Stands auch den Farmer-Sohn Joe (Sam Worthington), der aber für eine ernste Beziehung nicht bereit scheint…

Zum ersten Mal in der Geschichte der Australian Film Institute Awards räumte ein Film sämtliche Preise in allen 13 Kategorien ab – nicht ganz zu Unrecht, muss man sagen. Man mag dem Film vielleicht eine letztendlich etwas zu einfache Auflösung oder eine gewisse Unentschlossenheit vorwerfen, bei Somersault ist aber eindeutig der Weg das Ziel. Die Cinematografie trägt unverkennbar die Handschrift einer Frau – Cate Shortland setzt in ihrem Regiedebüt auf die Aussagekraft der Farben, so sind es oft nur Heidis knallrote Handschuhe oder frisch aufgetragener blauer Nagellack, die die weiß-graue Tristesse der Umgebung durchbrechen. Man darf gespannt sein, wie es mit Hauptdarstellerin Abbie Cornish weitergeht, denn das junge Talent erinnert in seiner unschuldig-mädchenhaften Eleganz zeitweise an Scarlett Johansson. Überzeugend spielt sie das junge Mädchen, das noch nicht gelernt hat, zwischen Sex und Liebe zu unterscheiden – und doch viel reifer scheint als der unzuverlässige und bindungsscheue Joe, der selbst nicht so richtig weiß, was er will.

Bei einem Film, in dem so viel Wert auf Farben gelegt wird, ist es schade, dass das Bild nicht immer mithalten kann und oft Unruhen aufweist. Der Stereo-Ton ist für eine aktuelle Produktion zwar ungewöhnlich, aber angesichts fehlender räumlicher Effekte verzeihlich. Neben einem Besuch am Set kann man sich insgesamt 8 entfallene Szenen sowie zwei Trailer zum Film ansehen.

 

Ninas Filmwertung

Australischer Coming-of-age-Film mit vielversprechender Hauptdarstellerin.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Paramount Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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