The Cell (Director’s Cut – 2 DVDs)

© Kinowelt Home Entertainment

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The Cell (Director’s Cut – 2 DVDs)

USA 2000

FSK: ab 18 Jahren

Länge: ca. 105 Min.

Studio: New Line Cinema

Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment

Filmzine-Review vom 11.07.2001

Als das FBI den geisteskranken Serienmörder Carl Stargher (beängstigend: Vincent D’Onofrio) festnehmen will, liegt dieser bereits im Koma. Zuvor hat er allerdings noch ein letztes Opfer in eine Zelle eingesperrt, die innerhalb weniger Stunden voll Wasser laufen wird. Um den Standort zu ermitteln, soll die Traumtherapeutin Catherine Deane (Jennifer Lopez) in die kranke Psyche des Killers eindringen…

Rein auf visuelle Schauwerte bezogen dürfte The Cell der vielleicht aufregendste Film des letzten Jahres sein. Das alptraumhafte Unterbewusstsein des Killers wird surreal dermaßen überwältigend bebildert, dass man aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt. Verantwortlich für den verstörenden Augenschmaus à la Salvador Dalì ist der indische Regisseur Tarsem Singh, der bereits mehrfach Preise für seine Videoclips einheimsen konnte (u.a. R.E.M. „Losing my Religion“). Angesichts der visuellen Reizüberflutung ist es eigentlich nicht weiter überraschend, dass die Story mehr oder weniger in den Hintergrund gerät. Mal abgesehen von dem wirklich furchterregenden Killer wirken die beiden anderen Hauptcharaktere viel zu schablonenhaft, um Anteilnahme beim Publikum zu bewirken. Eigentlich schade, denn mit ein bisschen mehr Inhalt und Tiefe hätte The Cell ein Meisterwerk werden können. Die von Kinowelt herausgebene DVD erscheint einmal als Doppeldisc in der 18er Version und als etwas schlechter ausgestattete FSK 16-Version. Der Grund für die 18er Freigabe liegt in einer alternativen Sequenz in der der Mörder über seinem Opfer hängt und sich nicht gerade gentlemanlike verhält. Die Extras sind im großen und ganzen mit der US New Line Edition identisch, hinzugefügt wurde der Kurzfilm „Geteiltes Leid“ und einige Kinotrailer, u.a. auch für Der Herr der Ringe. Das Bild fällt besonders durch prachtvolle Farben und sehr gute Kontraste auf, allerdings könnte die Detailschärfe einen Tick besser sein. Erstklassig präsentiert sich der satte Sound, der nicht mit Surroundeffekten geizt und auch sonst für das passende Ambiente sorgt. Überaus gelungen ist die Aufmachung in einem edel-gestylten Pappschuber, der sich nicht nur im Sammlerregal sehr gut macht.

 

Marcs Filmwertung

Morbider Thriller mit surrealer Optik und etwas lascher Story.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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