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The Death of Robin Hood

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The Death of Robin Hood

USA / Großbritannien 2026

FSK: ab 16  Jahren

Länge: ca. 117 Min.

Vertrieb: DCM / Leonine

VÖ-Datum: bereits erhältlich

Filmzine-Review vom 16.10.2026

 

England 1246: Die ruhmreichen Tage der Vergangenheit sind längst gezählt: Im Schutze der Nacht streift Robin Hood (Hugh Jackman) als alter Mann durch das Land und ist auf der Flucht vor seinen zahlreichen Feinden. Ein Wiedersehen mit seinem alten Freund Edward alias Little John (Bill Skarsgård) ist nur von kurzer Freude, denn Edward bittet Robin um Hilfe, nachdem sein Hof von Feinden überrannt und seine Familie entführt wurde. Bei der folgenden Auseinandersetzung wird Robin dann schwer verletzt und kann sich nur mit letzter Kraft auf eine abgelegene Insel retten, wo ihn die Nonne Schwester Brigid (Jodie Comer) pflegt…

Als vermutlich ungewöhnlichste Robin-Hood-Verfilmung galt jahrelang bisher wahrscheinlich Robin und Marian (USA 1976, Regie Richard Lester) mit einem gealterten, erschöpften Sean Connery in der Titelrolle. Hugh Jackman geht in The Death of Robin Hood noch einen Schritt weiter, denn hier ist der legendäre Outlaw nicht nur desillusioniert und vom Alter gezeichnet, sondern erweist sich als ziemlich gnadenloser Killer. Schon in der bemerkenswerten Anfangssequenz lernt eine zunächst scheinbar harmlose Landstreicherin (Jade Croot) auf schmerzhafte Weise, dass man sich besser nicht mit ihm anlegen sollte. Der düstere Grundton, den Regisseur Michael Sarnoski (Pig) hier einschlägt, wird konsequent bis zum – wie der Titel schon verrät – bitteren Ende durchgehalten. Robin Hood ist hier nicht der strahlende Rächer der Armen und Schwachen, sondern ein zutiefst verbitterten Verbrecher, der in seinem Leben ohne große Reue gemordet und geplündert hat und am Ende seines Lebens nun vor einem Scherbenhaufen steht. Die Entzauberung der mythischen Figur gelingt auch aufgrund einer fantastischen darstellerischen Leistung von Hugh Jackman, der sich hier in bester Logan-Manier schlecht gelaunt und wortkarg durch den Film brummelt. Die Action-Elemente – inszenatorisch ähnlich wuchtig und brachial wie vor ein paar Jahren beim Northman – beschränken sich fast ausschließlich auf die erste Hälfte. Mit der Ankunft und der Genesung im Kloster wird das Erzähltempo deutlich gedrosselt und es entwickelt sich eine gewisse Schwerfälligkeit, die den eigentlich positiven Eindruck ein wenig schmälert.

 

DVD Extras:

    • Audiokommentar mit Regisseur Michael Sarnoski
    • Kinotrailer zum Film
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Grimmige, in der Titelrolle stark besetzte Robin Hood-Variante, die den legendären Helden-Mythos entzaubert.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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Cast & Crew

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