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The Farewell

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The Farewell

USA/China 2019

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 105 Min.

Vertrieb: Universum Film GmbH

Filmzine-Review vom 22.04.2020

Als Billi 6 Jahre alt war, sind ihre Eltern mit ihr von China nach New York ausgewandert, um ihr ein besseres Leben bieten zu können. Mit ihrer Großmutter Nai Nai telefoniert die Studentin weiterhin regelmäßig. Als bei Nai Nai Lungenkrebs im Endstadium diagnostiziert wird, beschließt die Familie zum Entsetzen von Billi, der Oma nichts von ihrer schlechten Prognose zu sagen. Ihre Schwester, die sie zu allen Arztbesuchen begleitet, erzählt ihr etwas von „harmlosen Schatten“ auf dem Röntgenbild. Voreilig wird die Hochzeit eines Cousins als Grund für eine Familienzusammenkunft in China angesetzt, damit alle Nai Nai noch einmal sehen können…

Das chinesisch-amerikanische Drama The Farewell basiert auf einer „wahren Lüge“ heißt es eingangs. Regisseurin Lulu Wang besetzt hier mit Rapperin Awkwafina (Crazy Rich) ihr Alter Ego Billi und erzählt eine Familiengeschichte, die sich stark auf ihre Figuren konzentriert und niemals sentimental wird. Im Mittelpunkt steht der Alltag in einem Land, das die Ausgewanderten nicht mehr wiedererkennen und das ihnen fremd geworden ist. Es entstehen Reibereien und Diskussionen zwischen den Daheimgebliebenen und den Ausgewanderten, wo sich denn nun die besseren Entwicklungschancen und Zukunftsperspektiven bieten. Wang vermeidet dabei billige Klischees, sondern bringt allen Seiten gleichermaßen Respekt entgegen. Nai Nai ist eine herzensgute Bilderbuch-Oma und irgendwie kann man nachvollziehen, warum es in der chinesischen Kultur gar nicht so ungewöhnlich ist, unheilbar Kranken ihre Diagnose zu verschweigen, damit sie die letzten Monate nicht in ständiger Angst leben müssen, sondern ihre Lebensfreude ungetrübt beibehalten können.

Blu-ray Extras:

    • Trailer zum Film
    • Trailer zu 4 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Ninas Filmwertung

Eindringliches Familiendrama über Fremde im eigenen Heimatland und ein moralisches Dilemma.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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