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The History of Sound

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The History of Sound

USA 2025

FSK: ab 6 Jahren

Länge: ca. 128 Min.

Vertrieb: Universal Pictures (Plaion Pictures)

VÖ-Datum: bereits erhältlich

Filmzine-Review vom 13.08.2026

Boston, 1917:  Musikstudent Lionel (Paul Mescal) aus Kentucky studiert am Boston Conservatory Musik, wo er den selbstbewussten David (Josh O’Connor) kennenlernt. Sie verbindet eine Faszination für die traditionelle amerikanische Folk-Musik. Gemeinsam reisen die zwei durch das ländliche Amerika, um für ein Studienprojekt das Liedgut für die Nachwelt festzuhalten, das bisher nur von Generation zu Generation innerhalb von Familien weitergegeben wurde und ohne ihre Arbeit in Vergessenheit zu geraten droht. Die beiden Männer teilen Momente inniger Zweisamkeit, wohl wissend, dass ihre verbotene Liebe aufgrund gesellschaftlicher Normen und der Kriegswirren keine Zukunft haben kann…

The History of Sound ist eine zarte, berührende Liebesgeschichte, die ganz auf die leisen Töne setzt. Der Oscar-nominierte Paul Mescal und Emmy- und Golden-Globe-Gewinner Josh O’Connor brillieren als zwei Männer, deren Beziehung vor allem über Blicke, Gesten und ihre gemeinsame Leidenschaft für Musik Gestalt bekommt. Gerade weil so vieles unausgesprochen bleibt, wirkt ihre Verbindung umso intensiver. Der südafrikanische Regisseur Oliver Hermanus erzählt mit einer wohltuenden Ruhe und Melancholie. Besonders stark ist der Film immer dann, wenn sich die beiden Hauptfiguren frei von den gesellschaftlichen Zwängen ihrer Zeit durch die amerikanische Landschaft bewegen und die Musik zum Mittelpunkt ihrer gemeinsamen Welt wird. Bemerkenswert ist auch, dass Hermanus ihre Liebe nicht mit den üblichen großen Konflikten oder dramatischen Erklärungen ausbuchstabiert, sondern vieles einfach in der Schwebe lässt. Das passt zu zwei Figuren, die ihre Gefühle selbst kaum offen ausleben können und deshalb umso mehr über ihre Präsenz miteinander kommunizieren. Für das Drehbuch adaptierte Ben Shattuck seine eigene Kurzgeschichte und findet dabei genau die richtige Balance zwischen romantischer Intimität, historischem Drama und musikalischer Poesie. Nicht ohne Grund wurde der Film in Cannes für die Goldene Palme nominiert – auch wenn seine betont zurückhaltende Erzählweise sicher nicht jeden Zuschauer sofort packen dürfte.

 

Blu-ray Extras:

    • keine Extras

 

Ninas Filmwertung

Atmosphärisches Drama über eine verbotene Liebe, Freiheit und die Kraft der Musik – melancholisch, still und berührend.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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